Beautytrends im Herbst: Halloween Special Edition Vanilla Pumpkin von The Body Shop

Oktober heisst für alle Insta-Girls Pumpkin Spice Latte. Basic, würden jetzt viele sagen – aber hey, auch wenn ich kein Insta habe, muss ich sagen: Im Herbst mag ich (fast) alles, das irgendwie an Kürbisse oder Halloween erinnert. Als Halbamerikanerin bin ich mit der Tradition aufgewachsen, “Monster Mash” auf dem alten Plattenspieler meiner Eltern abzuspielen und dazu mit der motion-aktivierten Hexe vor unserer Haustüre zu tanzen. Kürbisse schnitzen hiess dann auch folgerichtig Kürbisse essen. Wieso also nicht auch die Körperpflege etwas schaurig-schöner gestalten?

The Body Shop hat Ende September eine neue Special Edition lanciert: Die Vanilla Pumpkin Linie. Sie enthält in der Schweiz drei Produkte: Ein Showergel, eine Körperbutter und eine Handcreme. Die letzten zwei habe ich netterweise zugeschickt bekommen. Der Duft ist eine Kombi aus herbstlichen Gewürzen: Vanille aus Madagaskar und Kürbis sind die Hauptnoten, dazu noch eine Spur Tonkabohne, Haselnuss und Ahornsirup. 100 % vegetarisch, versteht sich.

Bevor ich es vergesse: Jetzt ist es die perfekte Zeit, diese Produkte in den Warenkorb zu legen. Denn im Moment läuft online eine Aktion, wo man alle drei Produkte für 29.95 statt 44.85 bestellen kann (http://www.thebodyshop.ch/de/korper/nach-linien/vanilla-pumpkin-21/vanilla-pumpkin-set.html). Sparfüchse passen farblich ja auch zum Thema, oder.

1. Vanilla Pumpkin Softening Body Butter (24.95 für 200ml)

So sehr ich die Körperpflege von The Body Shop mag, muss ich tendenziell zugeben, dass ich eher selten zu den Body Butter greife. Es kommt auf die Linie an, aber allgemein sind sie mir oft ein bisschen zu schwer und ziehen zu wenig schnell ein. Wenn ich sie brauche, dann eher um hartnäckige Stellen wie Ellbogen oder Füsse zu pflegen. Deswegen bin ich umso mehr überrascht worden, als ich mich dabei ertappt habe, wie ich täglich – und das heisst bei mir viel – zur Body Butter greife. Sie ist nicht nur weniger dickflüssig, sondern auch geschmeidiger als ihre weniger festlichen Schwestern im Dauersortiment. Trotzdem ist das Feuchtigkeitsniveau gleich hoch, das heisst sehr pflegend. Ausserdem finde ich den Duft nicht nur originell, sondern auch mit der Beschreibung deckungsgleich. Der Duft nach Kürbis und Vanille ist unverkennbar, süsslich aber trotzdem nicht überwältigend. Neben meinem Langzeitherzblatt (“British Rose Instant Glow Body Essence”: http://www.thebodyshop.ch/de/british-rose-instant-glow-body-essence.html) hat dieses Produkt mein Herz im Sturm erobert, quasi als intensiver Flirt. Wenigstens in der Körperpflege sollte Abwechslung ja erlaubt sein, würde ich behaupten. Ich werde jedenfalls in den nächsten Body Shop wandern und eine Reserve davon kaufen, da der Winter naht. Must-Have!

2. Vanilla Pumpkin Hand Cream  (9.95 für 30ml)

Was ich nach wie vor an jeder Handcreme von The Body Shop schätze, ist die praktische Grösse. 30ml ist weder zu klein noch zu gross und passt in die Hand- oder Reisetasche. Die Zutaten sind die gleichen, obwohl die Süsse des Dufts hier spürbarer ist. Wer eine intensive Pflege sucht, sollte eher zur Hanf-Linie von The Body Shop neigen: Meine S.O.S. Lösung für Hände, die wirklich leiden. Dieses Produkt ist weniger reichhaltig, dafür zieht sie auch schneller ein und kann bei Bedarf wiederverwendet werden. Nicht jeder hat die Zeit oder die Geduld, nach dem Auftragen 30 Minuten wie ein T-Rex herumzusitzen und nichts anzufassen, weil es ansonsten aus der Hand flutschen würde. Wer also etwas für die tägliche Pflege on the go sucht, wird hier fündig. Aber bitte nicht zu lange warten: Special Editions gibt es nicht 365 Tage im Jahr. Und mit der hübschen Verpackung würde es sich auch als gutes Weihnachts-geschenk anbieten. Sorry, aber ich musste euch daran erinnern.

 

 

 

 

10 Dinge, die man (erst) beim Zügeln merkt

Huhu, dieser Eintrag hat seinen Ursprungspunkt in der Stadt Genf. Wieso? Weil ich seit einigen Wochen hier lebe, nachdem ich monatelang dachte, dass ich einen Camper mieten müsste, bis ich merkte, wie teuer die Parkgebühren wären. Die Wohnungssuche hier ist mühsam und nicht gerade von Erfolg gekrönt, wenn man nicht gerade ein Diplomatenkind ist. Inzwischen habe ich mich aber in meinem Studio eingerichtet, habe mein zweites Masterstudium angefangen (jaja, die ewigen Studenten) und Menschen aus der ganzen Welt getroffen. Ich bin glücklich, wenn auch noch etwas entwurzelt. Vor allem der ganze Zügelstress steckt mir noch in den Gliedern. Wer schon einmal den Wohnort gewechselt hat, kennt es. Hier also 10 Dinge, die man erst beim Zügeln merkt – und das bitte mit einem Schmunzeln hinnehmen.

1. Freunde haben ist toll. Ohne sie wäre das Zügeln praktisch unmöglich. Papis sind noch toller, da sie sogar etwas von Technik und Zusammenbauen verstehen. Gender-Geprägte Erziehung is a bitch. Ich kann nicht einmal einen Ikea-Karton richtig falten.

2. Das Schweizer Wetter ist nicht so toll. Man legt den Zügeltag auf das Datum, das halt allen passt. Dabei ist der Gedanke an die Wetterprognose wohl in den Hintergrund gerückt. Freitag und Sonntag strahlender Sonnenschein, Samstag Sintflut. Super, wenn man Holzmöbel hat.

3. I need a man (do I?). Eigentlich kann ich mich nicht beklagen, nur wird es mir ziemlich schnell langweilig. Zusätzlich bin ich impulsiv und beende etwas, das mir zu anstrengend ist. Leider kommt diese Realisation vor dem Zügeln. Damn, das wäre schon noch praktisch gewesen. Oder wie Papi es schön formuliert hat: “Hättisch nid bis nachher chönne warte”? Die Antwort ist nein.

4. Ich habe viel zu viel Zeug. Beim Auspacken und Schleppen der vielen Kisten kam ich mir wie ein Messie vor. Ein Kleider-Messie, Schuhe-Messie, Bücher-Messie, Küchenutensilien-Messie. Im Prinzip habe ich von allem zu viel. Und schwer ist es auch noch.

5. Lifte, die beste Erfindung aller Zeiten. Es gibt sie in vielen Formen: Klein und breit, lang und schmal, alles dazwischen. Schlussendlich liebe ich sie alle, denn Treppensteigen mit Gepäck macht nicht so Spass. Wenn die Lifttüren sich öffnen, erklingt engelhafter Gesang in meinem Kopf. Danke, danke.

6. Aua, mein Rücken. Ich hätte schwören können, dass ich mit 20 nie Rückenschmerzen hatte. Jetzt, mit 26, habe ich einen halben Hexenschuss nach dem Sofaschleppen. Das ist die zügeltechnische Version von der Tatsache, dass ich inzwischen bis Donnerstag brauche, um mich vom Wochenende zu erholen.

7. Ode an die Mikrowelle. Hach, es war eine unüberlegte Aussage, den Lift als Ausgeburt der genialsten Erfindungen zu bezeichnen. Mikrowellen! Diese eleganten, nicht so wahnsinnig platzsparenden Kuben des Glücks, die mich vor dem Verhungern retten!

8. Leben ohne Strom ist leid. Ich spreche hier aus Erfahrung. Plötzlich wurde mir der Strom abgestellt, weil ich mich nicht angemeldet hatte. Es war kalt und dunkel. Und das um 20:00.

9. Zeit ist kostbar. Wer es sich gewohnt ist, regelmässig den Wohnort zu wechseln, hat es wohl besser im Griff. Aber irgendwie hatte ich wirklich die Vorstellung, zwei Zügeltage und zwei Autos würden reichen. Herzig und ein bisschen doof, gell?

10. Google Maps, mein BFF. Wer mit einem Orientierungssinn geboren wurde: Bravo. Bei mir dauert es lange, bis ich es schaffe, mich zurechtzufinden. Zum Glück gibt es für Menschen wie mich Google Maps. Dein Freund in der Not, aber nur, wenn du Akku hast.

Die Typenfrage

Ich ertappe mich nicht gerne selbst beim Generalisieren, aber es passiert. Oft ist es eher eine Vereinfachung, denn alle Nuancen und Details erklären zu wollen dauert oft einfach zu lange. Ausserdem sollte die Tatsache, dass es immer auch Ausnahmen gibt, die sogar in der Überzahl sein mögen, implizit mit verstanden werden. Aber in den letzten Monaten fällt mir selbst auf, dass ich das Wort “Typ” (und nicht als Synonym für Mann, sondern Stereotyp, leider) zu oft verwende. Shame on me.

“Typen” sind das Äquivalent einer schwarz-weissen Welt, der es an Grautönen mangelt. Trotzdem sind sie nützlich, denn je älter man wird, desto eher fallen einem Ähnlichkeiten zwischen Menschengruppen auf. Je länger man beim Dating-Karrussel mitmacht, desto schneller seufzt man am Telefon mit der Freundin und meint: “Das ist so ein Typ, der…” Schade, denn damit ist der Tunnelblick ein bisschen vorprogrammiert. Andererseits ist der erste Eindruck oft entscheidend und nicht immer falsch. Der berühmte Vibe, den man von jemanden bekommt, ist essenziell. Und ab und zu klingt dieser Vibe wie ein nerviger Ohrwurm, der auf und ab gespielt wird.

Bei der Optik ist es ähnlich. Dort kann man aber mental weniger dagegen ankämpfen. Wenn ich meinen Typ Mann beschreibe, kommen zuerst Charaktereigenschaften. Wenn es ums Äussere geht, würde ich liebend gerne sagen, ich sei offen für alles und die Sympathie sei der einzige wirklich entscheidende Faktor. Nur wäre das nicht hundertprozentig wahr, denn Anziehungskraft ist zwar stark von dieser Sympathie geprägt, aber eben nicht ausschliesslich. Ich gebe mir aber bewusst Mühe, nicht nur grosse, braunäugige und langhaarige Typen mit Intellekt zu treffen. Ein Man-Bun ist nicht alles  –  aber beim Intellekt, da wird es bei der Kompromissbereitschaft eng.

Die zweite Heimat

Oh, hello there, ich bin in den USA. Genauer Standpunkt: Minneapolis, im Bundesstaat Minnesota. Es gibt zwar aufregendere Plätzchen auf dem Planeten Erde, aber die jährliche Rückkehr hierhin hat einen triftigen Grund: Familie. Meine Grossmutter lebt in Owatonna, einem kleinen Städtchen etwa eine Stunde entfernt. Owatonna hat genau eine Bar, sie heisst “The Dog Pound Bar”, mit krakeliger Schrift auf ein schräges Schild gekritzelt. Und trotzdem fühlt es sich richtig und wichtig an, immer wieder hierhin zu kommen, weil es eine zweite Heimat ist. Ein Stückchen zu Hause auf einem anderen Kontinent, weil Menschen hier sind, die einem nahe stehen.

Viele von uns haben Familienmitglieder oder Freunde, die wie Familie sind, im Ausland. Ob mit oder ohne Migrationshintergrund – ist es nicht so, dass dieser Satz eine gewisse Wahrheit in sich birgt?

Home is where the heart is.

Ich bin zwar weder in den USA aufgewachsen, noch habe ich jemals hier gelebt, aber die paar Wochen die ich hier verbringe fühlen sich nicht wie die typischen Touri-Ferien an. Das, was man als amerikanische Kultur definieren kann, war Teil meiner Kindheit. Twinkle Lights an Weihnachten, überlautes Gelächter, Dr. Seuss und amerikanische Kinderlieder. Aber kein Käse aus der Sprühdose, versprochen. Grandma als Urgestein der Weisheit, die fast jedes Telefonat mit dem obligaten “Don’t get pregnant” beendet, weil die Ausbildung immer vorgehen soll. Die Menschen hier sind anders, das ist wahr, aber ich geniesse die Zeit. Ein schnelles Lächeln, Gespräche mit Fremden und gefühlt kilometerlange Supermarktgänge mit superungesunden Cornflakes. Aber es gehört einfach zur zweiten Heimat. Das bisschen Identität in der Ferne ist kostbar. Aber richtig nach Hause zu kommen fühlt sich immer wieder gut an.

Lieblingsdinge des Monats (August 2017)

Normalerweise heisst ja diese Serie Lieblingsdinge der Woche, aber ausnahmsweise weiten wir das auf den ganzen Monat aus. Der August war für mich ein toller und zwischendurch ziemlich stressiger Monat: Umzug, danach verzweifelte Wohnungssuche in Genf (inzwischen erfolgreich), Ferien in Kroatien (Split & umliegende Inseln) sowie Balkonien, gespritzte Weissweine und Grillparties. Meine Favoriten sind deshalb ziemlich konstant geblieben, denn wenn der Kopf schon überall und doch irgendwie nirgends ist, sind verlässliche Dinge immer praktisch. Jetzt aber: Ready, set, go – aber immer mit ein bisschen Gemütlichkeit und hakuna matata.

1. ”The Underground Railroad” von Colson Whitehead

Die Sommermonate sind meine liebsten Lesemonate. Das hängt auch damit zusammen, dass das Studium mit seinen Pflichtlektüren in dieser Zeit in den Hintergrund rückt und Platz macht für Literatur, die wirklich Freude macht. Eine verlässliche Bezugs- und Inspirationsquelle ist die Liste der Pulitzer-Preis nominierten Romane. Warum liegt auf der Hand – und entgegen der Meinung einiger heisst es noch lange nicht, dass diese Texte zwingend “anstrengend” sein müssen. Ein Beweis dafür ist diese Geschichte einer Plantagensklavin namens Cora, die nicht nur mit ihren Fesseln, sondern auch mit ihrem Status innerhalb der Hierarchie der Sklaven zu kämpfen hat. Die Thematik wurde bereits vielfach bearbeitet, aber was diesen Roman so einzigartig macht, ist die Mischung aus Realität und Fantasie. Die Eisenbahn im Untergrund hilft Flüchtigen in der Not, birgt aber auch Gefahren und führt ins Ungewisse. Zusammen mit der wundervollen, bildhaften Sprache ein wohlverdienter Sieger des renommierten Preises.

2. Life Crackers (Lifefood)

An einem Marktstand und anschliessend in vereinzelten Coop-Filialen wiederentdeckt (u.a. in Bern Ryfflihof) habe ich diese leckeren Cracker. Sie sind organisch, bio, vegan, paleo und gluten-frei. Normalerweise sind das Attribute, die ich zwar gut finde, obwohl ich nicht vegan bin, doch trotzdem werde ich das überholte Stigma nicht ganz los, wonach vegane Dinge manchmal einfach ein bisschen fader schmecken. Die Geschmacksrichtung “Italian” enthalten sonnengetrocknete  Tomaten und Basilikum und schmecken schlicht und einfach richtig gut. Knackig, frisch und nicht zu schwer. Wer es deftiger mag, kann sie auch mit Philadelphia bestreichen oder mit Mozzarella verfeinern. Für diejenigen, welche sie nicht finden, gibt es noch eine leckere Quinta-Variante von Karma (zu finden hier https://www.coopathome.ch/de/Brot-%26-Backwaren/Cracker-%26-Knäckebrot/Cracker/Nature/Karma-Crunch-It-Cracker-Dinkel-%26-Quinoa/p/5661142).

3. “FrizzEase Wunder-Kur” (John Frieda, 11.70 für 150 ml)

Lange, gepflegte Haare sind mir wichtig. Meine Allzweckwaffe gegen spröde Spitzen sind Haarkuren, die ich mehr als nur einmal in der Woche brauche. Nach jahrelangen Versuchen bin ich ziemlich wählerisch geworden. Die Haarmaske soll zwar die Mähne mit Feuchtigkeit versorgen, jedoch nicht zu fettig oder beschwerend sein, selbst wenn man sie nur in den Haarspitzen und niemals am Ansatz auftragen sollte. Die tiefenwirksae Haarkur von John Frieda ist eine meiner liebsten, preiswerten Optionen. Die Haare werden mit nährenden Inhaltsstoffen versorgt, die einer Anti-Damage-Technologie angehören. 3-5 Minuten einwirken lassen und danach gründlich ausspülen. Kräftigung plus Feuchtigkeit? Ja, bitte.

4. ” Honey Bronze Drops of Sun” Holiday Glow Creator (The Body Shop, 29.90).

Dieses Fläschchen ist bereits das zweite Jahr im Einsatz und wird nach wie vor fast täglich gebraucht. Dank der Tropfenform ist die Dosierung einfach und individuell, dank der Geltextur verschmilzt das Produkt optimal mit der Foundation oder der Tagescreme. Ausserdem sind sie multifunktional: Mit der Tagescreme oder der Foundation vermischt verleihen sie eine natürliche, streifenlose Bräune. Ich brauche sie auch, um zu helle Make-ups sommertauglich zu machen. Meistens brauche ich sie allerdings, um auf den Wannenknochen und dem Nasenrücken zu konturieren. Sieht nach einem langen Wochenende am Strand aus, lässt sich aber einfach wieder abwaschen. Sommer favorite!