Das neuste Trauma: Die Tupperware Party

Wenn hier irgendjemand Tupperware richtig krass gern mag, sollte diese Person wahrscheinlich zum Selbstschutz diese Seite verlassen. Ich will hiermit keinesfalls sagen, mit Ihnen stimme etwas nicht. Nein, ich würde sogar behaupten, ich könne den Reiz an stabilen, farbigen Aufbewahrungsbehältern irgendwie nachvollziehen. Im gleichen Sinne denke ich über schön glänzende Wasserhähne oder fusselfreie Kleidung. Das heisst noch lange nicht, dass man diese gleich mit einer ganzen Party zelebrieren muss.

Ich war vor einigen Tagen an einer Tupperware Party. Tupperware ist nicht sinnlos, sondern ganz sinnvoll: Sie schaffen Ordnung in den Kühlschrank, lassen sich einfach transportieren, verlängern teilweise die Haltbarkeit, usw. Toll, wenn man nicht jeden Mittag mehr Plastikabfall schafft, indem man einen Take-Away Salat kauft. Viel besser, wenn man täglich alles feinsäuberlich vorbereitet und in einer hübschen kleinen Box an den Arbeits- oder Studienplatz mitnimmt. Diese Spezies an hochorganisierten Meal-Prep Menschen finde ich bewundernswert, aber eher wie so eine Art weiterentwickeltes Alien. Mir überlegen, aber von einer anderen Galaxie, die für immer unerreichbar bleibt. Wer ein ganzes Arsenal an verschiedenen Tupperware hat und diese effektiv auch braucht, ist ziemlich sicher schon relativ lange auf dieser Welt. Ich wollte mit 27 nicht an eine Party, wo alle mit kerzengeradem Rücken wie Hühner auf einem Sofa sitzen und mit gespitztem Bleistift den Bestellschein attackieren, wenn eine Verkaufsperson Aufbewahrungsbehälter vorstellt, als würde sie einen Zaubertrick vorführen. Der Sekundenzeiger auf der Uhr verlangsamte sich, rückte mühsam nur langsam vor und ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Minute mehr als 60 überzogene Sekunden enthielt. Es gibt sogar Tupperware-Römertöpfe, die schlappe 200 Fr. kosten. Und solche, mit denen man ganze Menüs in der Mikrowelle kochen kann, obwohl meine Mam mir viele Male eingeblösst hat, Mikrowellen seien schädlich und für alle meine zukünftigen Gesundheitsprobleme alleine verantwortlich. Es gab auch so einen Universalzerkleinerer, mit dem ich mir easy hätte den Finger abschneiden können.

Auf der Broschüre feiern drei Mitt-Zwanzigerinnen, samt Partyhütchen und Konfetti, diese freudenerregenden Produkte. Auf dem Titel prangt fettgeschrieben: Tupperware Party! Eins kann ich euch sagen: Es war keine Partystimmung, sondern Kaufzwang-Ambiente. Meine Freundin und ich beäugten sehnend den Snack-Tisch, der gefühlte 10 km entfernt war. Die Gastgeberin konnte sich selbst das Lachen kaum verkneifen. Die Verkaufslady machte nur ihren Job, hing aber nach Vorstellungsende noch stundenlang herum, um uns allen ein schlechtes Gewissen zu machen. Sorry, aber als Studentin liegt ein 33 CHF-teuerer Cerealienbehälter einfach nicht drin. Meine Gefriertruhe ist zirka 3cm breit und 5cm lang, mein Mini-Kühlschrank unwesentlich grösser. Ich bin also nicht nur arm, sondern habe auch keinen Platz für teure Tupperware. Es war auf altersunpassende und seltsame Weise interessant, aber nicht unbedingt wiederholungsbedürftig. Fragt mich in 30 Jahren nochmal.

Dufte Sache: Musk Collection

Wieder einmal Zeit für etwas, das richtig gut riecht. Wer in letzter Zeit in der Import Parfumerie am Stöbern war, hat wahrscheinlich gemerkt, dass eine schweizerische Marke ihren Platz in den Parfümregalen gefunden hat: Musk Collection, mit heimatlichem kleinen Schweizerkreuz in der Ecke versehen, da “made in Switzerland”. Musk, weil Moschus als klassische Parfümnote in allen Düften der Marke enthalten ist. Ich weiss ja nicht, wie es euch geht, aber ich mag es nicht sonderlich, wenn andere den gleichen Alltagsduft wie ich haben. Deswegen lohnt es sich umso mehr, etwas neu zu entdecken – und vielleicht sogar einen eigenen Trend zu starten.

Die Reihe hat 5 Parfüms für Frauen, eines für Männer. Duft ist natürlich Geschmackssache, aber ich werde mein Bestes geben, euch die Düfte für Frauen kurz vorzustellen, angefangen mit Lieblingsduft und dann absteigend. Langanhaltend, natürlich, nicht zu schwer oder aufdringlich – Eigenschaften, die auf alle zutreffen. Ausserdem verleiht Moschus allen Düften diese verführerische, leicht holzige Note. Die Zerstäuber-Pumpen sind zuverlässig und hinterlassen einen feinen Nebel. Flakon-Design ohne Firlefanz und clean. Preislich ist es ebenfalls erschwinglich: 10.90-12.00 (je nach Ort) für 15 ml, 20.90 für 50 ml und 39.90 für 100 ml!

1. Glamour 

Mit Cassis und Chypre erhält die Moschusbasis eine feminine Note, die Tiefgang hat, aber trotzdem frisch genug ist, um als Alltagsduft gebraucht zu werden. Der Duft ist ausgeglichen und weiblich – und ist deswegen mein Favorit. Ich überlege mir sogar, die grössere Version zu holen, weil ich kein anderes Parfüm habe, das diesem ähnelt. Es riecht erwachsen, aber nicht zu reif; spielerisch, aber nicht süsslich. Love!

2. Oriental Night

Der neuste Duft aus der Musk-Familie überzeugt mit einer Kopfnote aus Mandarine, rosa Pfeffer und Birne, gepaart mit einer Herznote aus Jasmin, Orangenblüte und Lilie. Die Fussnote setzt sich aus Patschuli, Vanille, Kaffee und Zeder zusammen. Ein sexy Duft, der für ein romantisches Dinner bei Kerzenlicht oder zu einem richtig tollen Kleid und Highheels passt. Jede Frau hat doch dieses eine Parfum, das für solche Anlässe zum Zuge kommt. Ein bisschen weniger einzigartig, aber dafür für solche, die orientalisch angehauchte Düfte mögen, ein Volltreffer.

3. Black Vanilla

Wer Vanille nicht mag, kann hier bereits aufhören, mitzulesen. Wer dafür die süsse Seite von Vanille mit einer würzigen Note verbinden möchte, liegt hier richtig. Meiner Meinung nach riecht dieses Parfum am stärksten, ist aber trotzdem nicht aufdringlich. Er ist auch überhaupt nicht kindlich, sondern besticht mit der schwarzen Vanille-Orchidee, die in Alpengegenden zu finden ist. Ein Alleskönner, der verschieden eingesetzt werden kann. Ich spraye den Duft gerne auf meinen Schal, weil er schön andere Parfums ergänzt und auf Textilien besonders clean riecht.

4. White

Ein leichtes Parfüm, das eher zurückhaltend ist. Eine blumige Kopfnote, die fast fruchtig wirkt, wird mit einer erdigen Note  aus Sand- und Zedernholz  abgerundet. Für solche, die nach einem romantischen Odeur suchen. Riecht auf meiner Haut sehr blumig, deswegen weniger mein Ding– aber bei jedem entfaltet sich ein Aroma anders. Ausprobieren empfohlen.

5. Black

Der beliebte Klassiker, der an die selbstbewusste Frau gerichtet ist – aber sorry, für mich ist diese selbstbewusste Frau definitiv über 40. Intensive Moschus-Kopfnote, gepaart mit blumigen Akzenten (Schwertlilie, Ylang-Ylang, Jasmin). Weniger etwas für mich, denn es riecht ein bisschen nach meinem Weichspüler. Mama’s Lieblingsduft aus der Reihe. Vielleicht eine Geschenkidee für Muttertag?

Tschüss 2018

Ich war noch nie besonders gut im betiteln von Texten, aber heute – obwohl es keine originelle noch weltverändernde Wahl ist – bin ich mit dem Heading ganz zufrieden. Denn das Ende des Jahres wird so aufgebauscht, mit Leuchtstift markiert und doppelt unterstrichen, als sei es der einzige Tag des ganzen Jahres, der irgendeine Bedeutung hat. Deswegen der simple Titel, um den 31.12.2018 ein bisschen von seinem hohen Ross runterzuholen. Am Ende des Tages ist es einfach das Ende eines Tages.

Trotzdem finde ich es nicht lächerlich, sich Ziele für das neue Jahr zu setzen. Natürlich sollte das nicht zwingend genau auf den Jahreswechseln fallen, klar sollten wir laufend an uns arbeiten und selbstverständlich muss es realistisch bleiben, sonst ist Enttäuschung vorprogrammiert. Aber wenn es diesen Countdown braucht, um bei einigen die Motivation für nötige Veränderungen zu wecken, soll es so sein. Was nicht sein muss, ist die Erwartung, dass die Silvesternacht die epischste Nacht aller Nächte (oder jedenfalls aller 2018-er Nächte) sein wird. Das wird sie wahrscheinlich nicht sein, und das ist auch ganz in Ordnung so. Ich lasse mich lieber während des Jahres überraschen und gehe jeden Abend optimistisch an, denn so kitschig es auch klingen mag: Jeder neue Tag birgt das Potential, ein genialer Tag zu sein, und einer sollte sich nicht mit den anderen messen müssen. Was wirklich wichtig ist, ist dass dieser Tag mit Leuten verbracht wird, wo der Wohlfühlfaktor stimmt. Da kann man auch in einem überteuerten Restaurant viel zu kleine Portionen essen oder in einem Club wo sonst gratis Eintritt ist plötzlich zu viel Geld hinblättern – Hauptsache, man verbringt jeden Tag mit den Menschen, die immer hinter einem stehen, nicht urteilen und ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Das nächste Jahr wird super, wenn die Einstellung positiv ist. Dankbarkeit, das ist wohl der Schlüssel zu einem erfolgreichen 2019. Deswegen: Tschüss 2018. Schön war’s manchmal, manchmal weniger. Aber lehrreich war es auf allemal.

Weisse Weihnachten

White Christmas! Ein Traum, der nicht ganz so in die jetzige Realität passt. Während andere die Feiertage unter Palmen verbringen, bin ich grundsätzlich jemand, der ganz gerne zu dieser Zeit zu Hause bleibt. Einerseits, weil nicht die ganze Fam in das Handgepäck passt, und ohne Familie Weihnachten doch nicht so festlich ist. Zweitens, weil der Weinkeller meines Vaters so viel besser ist als meine Flasche, die ich als Notreserve im Küchenschrank verstaue. Drittens, weil die alle richtig guten Weihnachtsfilme in der Kälte stattfinden. Kevin wäre nicht alleine zu Hause geblieben, wenn er in der tropischen Hitze hätte draussen chillen können, oder? Eben.

Deswegen gehöre ich nicht zu den Grinches, die jedes Jahr wieder Weihnachten als Fest des Konsums verfluchen und sich gezwungen fühlen, lächelnd am Familientisch zu sitzen. Das kommt ganz von alleine, ohne Zwang. Ich liebe Weihnachtsmärkte, auch wenn man viel zu lange für einen Glühwein anstehen muss und dann auch noch riskiert, den Mini-Jeton als Depot zu verlieren. Es ist mir egal, ob ich beim Schlittschuhlaufen kaum vorwärts komme, weil überall kleine Kinder an mir vorbeiflitzen. Es stört mich auch nicht, wenn ich nach den Feiertagen zunehme, weil ich die Waage schlicht und einfach meide. Die eine Sache, über die ich mich aber beschwere, ist aber die Tatsache, dass wir wahrscheinlich wieder einmal eine nasse Weihnacht haben werden, aber keine weisse. WO IST DER SCHNEE? Regenschirme und Xmas vertragen sich nicht. Wie soll ich so bitteschön im Schnee herumtollen und wie ein Kind Schneemänner bauen? Es gehört zum Feiertagsfeeling wie zu viel Essen und das Nachtisch-Koma. Aber eben, besinnlich ist es trotzdem. Dieses leichte Trommeln auf dem Dach, das abends wie eine Gute-Nacht-Geschichte klingt. Alles halb so schlimm. Besinnlichkeit beginnt mit der richtigen Einstellung. In diesem Sinne: Ich wünsche allen wundervolle und erholsame Weihnachten!

10 ÖV-Typen, die jeder kennt

Diese Liste gab es zwar schon einmal, aber inzwischen bin ich weiser geworden. Wenn man bei der Google Suchmaschine “Pendler in der Schweiz” eingibt, stechen einige Titel ins Auge: “Pendeln – der mobile Wahnsinn” (safe), “Pendler leiden unter Stress” (äuä, weil ich Solothurnerin und zeitweise Wahlbernerin war), “Ab 50 Minuten macht pendeln krank” (Quelle: 20 Minuten). Wenn ich am Ende meines Lebens zusammenrechnen könnte, wie viel Zeit ich zusammengenommen während meiner gesamten Existenz in ÖV verbracht habe, würde ich mich wohl gleich von einer Wolke stürzen. Man solle produktiv sein im Zug, habe ich gehört. Das kann nur von Leuten kommen, die nicht wirklich oft Zug fahren (oder eine wahnsinnige Abgrenzungs- und Konzentrationsgabe haben, wieder eine Minorität). Denn in Realität gibt es 10 verschiedene Typen, die jeder mindestens einmal in ÖV angetroffen hat. Übrigens habe ich aus reiner Faulheit die Kategorien männlich benannt, aber offensichtlich ist das Ganze gender-neutral. Nicht böse nehmen, denn eigentlich bin ich kein Wutmensch. Alles mit einer guten Prise Humor, meine Lieben.

1. Das Arbeitstier: Es gibt Dinge, die interessieren mich nicht. Und dann gibt es Dinge, die mich wirklich nicht interessieren, die ich aber zwangsweise mitbekomme, weil ich keine Wahl habe. Wir sprechen hier vom Maximalfall Schwätzer, der mit einem durchdringenden Tenor durch das ganze Abteil schreit. Oft wird dabei betont, wie unglaublich wichtig dieses Gespräch doch sei, weil hohes Tier von XY. Erstens kratzt mich das echt nicht, und zweitens stellt sich dann die Frage: Was machst die Person dann bei uns Proletariern in der 2. Klasse?

2. Der Schnäuzer: Auch kranke Menschen wollen ÖV fahren. Das verstehe ich, ist bei mir nicht anders. Allerdings möchte ich dabei nicht mit den gebrauchten Kleenex anderer dauernd konfrontiert werden. Die gehören in eine Hosentasche oder sonst irgendwo hin, aber ganz sicher nicht auf den Tisch in der Mitte oder auf den Sitz. Und was noch schlimmer ist: Der Schnäuzer, der lauthals drauflos niest und dabei die Hände nicht vor den Mund hält. Bakterienschleuder, merci.

3. Die Herzigen: Wir wollen ja nicht schwarzmalen. Es gibt auch die Herzigen. Vor kurzem habe ich zum Beispiel ein altes Ehepaar gesehen, die die ganze Zugfahrt von Olten bis Genf Händchen hielten und dabei miteinander tuschelten – Zukunftsziel. Dann gibt es auch die süssen Kinder, die (still) winken und dich anstrahlen. Hach, im Zug kann’s auch schön sein.

4. Die Gangster: Als ich 14 war, dachte ich, es sei eine unschöne Erscheinung unserer Generation. Aber nein, es gibt sie überall und wahrscheinlich für immer: Die Gruppe Jugendliche, die extrem laut extrem aggressive Musik hören und gleichzeitig schreien, damit sie einander überhaupt verstehen können, da Gedröhne. 15 Minuten? Meinetwegen. Aber eine ganze Zugfahrt lang andere quälen und dabei meistens noch eine Sonnenbrille tragen, obwohl es keine Sonne hat – wirklich?

5. Die Sitzbesetzer: Ein Klassiker. Der Bus/das Tram/der Zug ist vollgestopft, Feierabendverkehr. Egal wie viele Menschen sich wie Sardinen auf einer zu kleinen Fläche befinden, es wird immer diesen einen Menschen geben, der so tut, als bemerke er das nicht und sich: entweder an den Rand setzt, obwohl daneben ein Sitz frei wäre (1.) oder auf den freien Randplatz sein ganzes persönliches Gepäck ablegt, obwohl der Boden dafür durchaus geeignet wäre (2.). Wenn du dann nett fragst, ob er das bitte ändern könnte, wird lauthals geseufzt. Mein Mitleid ist grenzenlos, echt. NOT.

6. Der Hungrige: Zwiegespalten, denn manchmal bin ich ehrlich gesagt einfach nur neidisch, weil ich selbst essen möchte. An anderen Tagen will ich einfach nur das Fenster runterlassen und tief die frische Luft einatmen, weil das ganze Abteil plötzlich nach Döner mit Knoblauchsaucé stinkt, genussvolles Schmatzen inklusive. Nichts gegen Knoblauch, aber damn, das Zeug riecht mächtig.

7. Die Gossip Queen: Mich stört es nicht, wenn jemand in normaler Lautstärke telefoniert oder mit dem Nachbar redet – das wäre Typ 8. Aber was gar nicht geht, ist wenn jedes peinlich minutiöse Detail der persönlichen Lebensgeschichte auf dem Silbertablett serviert wird, weil dieses elende Tablett leider im ÖV ist. Deine Beziehungsprobleme und Bettgeschichten gehören wirklich nicht dorthin, wo viele unschuldige Ohren zwangsläufig mithören. Sonst landest du vielleicht eines Tages in einer dieser Pendler-Kolumnen oder hier.

8. Die Ruhenden: ÖV ist keine Wohlfühloase. ÖV ist kein Meditationszenter. ÖV ist kein Spa-Wochenende. Dort darf man Ruhe erwarten. In Verkehrsmitteln leider nicht. Alles hat natürlich seine Grenzen (vgl. oben), aber wenn man schon böse angeschaut wird, wenn man nur atmet, geht es zu weit. Auch im Ruhe-Abteil ist es möglich, dass man sich kurz bewegen muss und dabei vielleicht etwas raschelt. Dafür verdient man nicht diesen vernichtenden Blick.

9. Der Fuss-Nudist: Ok, rein theoretisch ist der Fuss nicht ganz nackt, aber es könnte fast sein. Warum, warum, würde jemand im Zug seine Schuhe ausziehen? Im Sommer kann es heiss sein, ja. Aber dafür gibt es Sandalen. Und im Winter sind diese Wuschelsocken zwar schön warm, aber im Zug ist es eben auch schön warm. Das gibt niemandem das Recht, die unausgesprochene Regel jedes öffentliches Verkehrsmittels zu verletzen, dass Schuhe an den Füssen zu bleiben haben.

10. Die Offenen: Geschmacksache und abhängig vom Tag sowie den Gegebenheiten, aber grundsätzlich mag ich die Offenen. Das sind die, die spontan mit dir ein Gespräch anfangen, weil sie einen Blick auf den Artikel erhaschen, den du gerade liest/schreibst. Das wären auch die, welche nach Tipps für die Region fragen oder einfach nur ein chilliges Gespräch mit einer fremden Person anfangen wollen, weil: Wieso nicht? Wir sind eh alle hier gefangen, wir können genau so gut das Beste daraus machen.

Die Moral der Geschicht’: Leidensgenossen können auch Freunde für eine kurze Fahrt werden. Leider reimt sich das nicht.