Coop News: Friya Superfood Drinks

Für alle veganen Neohipster da draussen: Ich habe etwas für euch. Gut, eigentlich ist es für alle geeignet, aber der erste Hinweis musste einfach sein – nichts gegen Hipster, aber es ist mir schon aufgefallen, dass viele neue Produkte in den Regalen stehen, die auf einen gesunden Lifestyle zugeschnitten sind. Find ich gut, auch wenn ich vielleicht nicht gerade ein Paradebeispiel dafür bin, weil Pizza und Süssigkeiten mehr als einmal monatlich in meinen Bauch wandern. Dafür mache ich aber viel Sport, nur so zur Eigenverteidigung. Leider habe ich aber noch ein weiteres Problem; komplett selbstverursacht. Irgendwie werde ich einfach das Vorurteil nicht los, dass Ungesundes tendenziell besser schmeckt. Hypervegan sieht einfach oft eher nach Nagetierfutter aus, sorry. Da ich aber gerne Vorurteile überwinde, habe ich mich gefreut, als mir die neuen Friya Superfood Drinks (200 ml und zwei Geschmacksrichtungen: Rosenblüte/Weichselkirsche mit Basil Samen und Limette/Ingwer mit Chia Samen) zugeschickt wurden. Nur schon beim Ansehen fühlte ich mich gesund.

Ein paar Fakten zuerst: Die Getränke sind vegan, bestehen zu 100 % aus natürlichen Zutaten, enthalten weder künstliche Geschmacksverstärker noch Konservierungsstoffe und sind zudem laktosefrei. Der Freya Basil Superfood Drink enthält ca. 2000 (oha) Basilikumsamen, aber no worries, sie sind geschmacksneutral. Dank Rosenblüten und Kirsche enthält er von Natur aus Zucker, ist aber nicht sehr süss. Da ich normalerweise eher auf Fruchtiges stehe, war ich überrascht, dass mir die Version mit Limette/Ingwer besser geschmeckt hat. Chiasamen sind ja bekannt für ihren positiven Effekt auf Körper und Geist. Sehr erfrischend und leicht, gleichzeitig aber auch sättigend. Genau das ist in meinen Augen der grosse Vorteil: Als flüssiger Snack für Zwischendurch oder vor dem Sport sind sie ideal, weil sie den Hunger stillen, ohne gleich zu einem Mittagsschläfchen zu verleiten. Die Konsistenz mit den Samen ist zwar etwas ungewohnt, aber die Samen sind kleine Kräftebooster, die den frischen Geschmack nicht beeinträchtigen. Ausserdem ist es eher mit dem guten Gewissen kompatibel, wenn man auf das Weggli mit Schoggistängeli verzichtet und stattdessen dem Körper etwas Gutes tut – jedenfalls meistens. Check it out, in Coop-Filialen erhältlich.

 

 

Auseinanderdriften

Ich war noch nie besonders gut darin, einen passenden Titel zu wählen. Eine Fülle von Gedanken auf eine kompakte Grösse zu komprimieren, bite size, nur wenige Wörter; schien mir immer schwierig. Heute muss ich aber zugeben, dass der Titel den Nagel auf den Kopf getroffen hat. “Auseinanderdriften”, was für ein wunderbarer Ausdruck. Er beschreibt viel passender, was doch so oft passiert: Es muss nicht einmal bewusst sein, doch manchmal entfernt man sich voneinander, jeden Tag ein bisschen mehr, bis der andere kaum mehr sichtbar oder ein Gespräch kaum mehr möglich ist. Ein schleichender Prozess, der sich oft erst dann offenbart, wenn es bereits zu spät ist. Auseinanderdriften.

Inzwischen gibt es Menschen auf dieser Erde, die ich bereits lange kenne. Was  als eine lange Zeit gilt, wird natürlich immer relativ bleiben, aber bei einem Vierteljahrhundert Lebensdauer finde ich es durchaus vernünftig, wenn ich rund 10 Jahre dazuzähle. Ab und zu begegne ich Leuten, denen ich damals sehr nahe war – inzwischen weiss ich nicht einmal mehr, in welcher Stadt sie wohnen. Die Pubertät ist hart, die Selbstsuche ist bekanntermassen eine Zerreissprobe für Freundschaften. Seit wir uns als mehr oder weniger erwachsen betrachten, ist mein Freundeskreis jedoch ziemlich konstant geblieben. Einige Additionen, jedoch kaum Subtraktionen. Auch wenn wir uns nicht mehr so oft sehen, spielt es meistens keine Rolle. Erstens gibt es Smartphones, wo schnell eine WhatsApp-Update-Nachricht verschickt werden kann, zweitens kennt man sich, egal was für Episoden sich vielleicht abgespielt haben. Kleine Erdbeben vielleicht, aber nichts, welches das Grundkonstrukt “Mensch als Freund” tief erschüttern könnte.

Es wird nur dann schwierig, wenn das Auseinanderdriften eingesetzt hat, ohne dass man es sich eingestehen will. Aber was für Anzeichen gibt es denn wirklich dafür? Was sind handfeste Beweise, die ein inneres Alarmsignal auslösen und einen Retter-Reflex herbeiführen sollten? Ab welchem Zeitpunkt sind es vor allem Erinnerungen, die eine Freundschaft oder eine Beziehung zusammenhalten? Enttäuschungen mögen vielleicht Indikatoren sein. Dinge, die mit dem Bild der Person, welches man seit Jahren mit sich herumträgt, einfach nicht zusammenpassen. Handlungen, die verletzen und die andererseits als Augenöffner dienen. Ist es dann aber fair, auf der Vergangenheit herumzureiten und sich darauf zu berufen? All die Male, die ich für dich da war! Weisst du noch, als ich…? Was bedeuten diese Tatsachen im Lichte der neuen Gegebenheiten denn wirklich noch? Ich hasse offene Fragen. Sie zwingen zur Selbsteinsicht und zum Distanzmessen.  Wann ist das Auseinanderdriften so weit, dass man sich aus den Augen verloren hat?

 

The Body Shop Hautpflege: Skin Guardian

Ich bin aus den Ferien zurück. Ziemlich entspannt, jedoch von einer Mutterkakerlake am letzten Abend leicht traumatisiert. Ansonsten alles tip top – unter anderem kann ich stolz schreiben, dass diese Ferien 100 % sonnenbrandfrei verlaufen sind. Wenn ich nicht gerade alleine im Zimmer an meinem Macbook sitzen würde, wäre dies der perfekte Zeitpunkt für ein High Five.

Grundsätzlich werde ich meistens in den Ferien von Sonnenbrand verschont. Eine Tatsache, die nicht naturgegeben, sondern das Ergebnis einer mühevollen Routine ist. Meine Mam hat mit über 60, ähäm 50, noch eine tolle Haut mit wenig Falten und praktisch ohne Pigmentflecken. Das Geheimnis? UV-Schutz all day, every day; jedenfalls während der Sommerzeit. Glücklicherweise ist mein Bedürfnis, mich in der Mittagssonne einzuölen und selbst zu grillieren, ohnehin begrenzt. Das typische “Aber wenn ich mich eincrème, dann werde ich nicht braun”-Gelaber ist sowieso out. Erstens stimmt es nicht und zweitens ist die Haut sehr nachtragend. Deswegen ist Sonnenschutz absolut zentral. Die Sonnencrème aber ebenfalls im Gesicht aufzutragen kann nicht nur Pickel und verstopfte Poren verursachen, sondern hinterlässt eben auch ein klebriges, unangenehmes Gefühl. Deshalb war mein Interesse von Anfang an geweckt, als The Bodyshop mir den neuen Gesichtsschutz “Skin Defence” (CHF 24.90 für 40 ml) zukommen liess. SPF 50 als maximaler Schutz vor Hautalterung: Wunderbar. Ohne Paraphen, Mineralöle oder Paraffine (sprich: komplett pflanzlich): Top. Federleichte Textur: Endlich.

Inzwischen ist dieses Produkt Teil meiner täglichen Hautpflegeroutine geworden. Die Rezeptur ist zwar leicht wässrig, fühlt sich aber angenehm auf der Haut an, zieht schnell ein und hinterlässt eben gerade nicht dieses klebrige Gefühl. Nicht nur die Sonne, sondern auch die typischen Umwelteinflüsse in der Stadt (Luftverschmutzung, Klimaanlage, künstliches Licht, hartes Wasser) können der Haut schaden. Genau davor schützt der “Skin Defence”. Zusätzlich enthält das Produkt hautklärendes Rotalgenextrakt und Vitamin C, welche zu einem strahlenden Teint führen sollen. Letzteres ist mir zwar nicht sonderlich aufgefallen, jedoch bin ich in erster Linie froh, dass mein Gesicht nicht strahlend rot geworden ist. Es schützt zuverlässig vor der Sonne, ob am Strand oder während eines Stadtbummels. Love!

Abschalten

Jeder hat seine eigene Art, abzuschalten. In meiner stressigen Zeit – und in der jetzigen, post-stressigen Zeit – habe ich mich oft gefragt, wann ich endlich mein individuelles Cool-Down-Programm entdecken werde. Inzwischen sind fast 25 Jahre vergangen, und ich liege immer noch Stunden wach und versuche, meine Gedanken zum Schweigen zu bringen, meist erfolglos. Mein Gehirn läuft immer noch auf Hochtouren, während mein Körper sich nur noch erholen will. Da Schlaftabletten offensichtlich keine Lösung sind, habe ich mich also umgehört, wie andere so mit diesem Problem umgehen. Dann habe ich versucht, mir ihre Routine anzueignen, ebenfalls erfolglos. Judihui.

Ein Glas Wein vor dem Schlafen! Genial, wenn man danach auch effektiv schlafen will und nicht einfach nur eine Runde Chillen. Das Problem bei Rotwein ist bei mir jedoch, dass ich am nächsten Tag auch bei einem Glas einen Mini-Hangover habe. Zweitens schlafe ich dann nicht ein, sondern meine Gedanken stolpern dann vor sich hin, parallel zu meinem leichten mentalen Lallen. Homöopathische Mittelchen, super! Wirken vielleicht bei Bäumliumarmern und wohl auch bei mir, wenn der Stressfaktor nicht ganz so hoch wäre. Aber man versucht ja auch nicht einen wildgewordenen Bären mit einem 1mm-Dart zum Schlummern zu bewegen, oder? Eben. Entspannungsmusik, das ist sicherlich die Lösung! Ich kenne die Dame nicht, aber nach 10 Min. fühlte ich mich ihr gegenüber bereits aggressiv, weil sie mit mir sprach, als sei ich dämlich. Und es ist mir leider durchaus bewusst, dass ich nicht auf dem Meer drifte, drifte, drifte…Und wieso muss eigentlich immer alles drei Mal wiederholt werden, als sei es nur dann überhaupt wirksam? Sport, top! Ich fühle mich nach dem Sport zwar kaputt, wenn ich mich richtig auspowere, jedoch komme ich danach garantiert nicht zur Ruhe. Lesen, meine sonstige Beruhigungsübung, nützt auch nicht wirklich viel, wenn Lesen (von Lehrbüchern) gerade der Ursprung allen Übels ist. Dann gibt es noch die Sorte, welche einschlafen, wenn sie TV schauen. Dafür müsste man aber einen Fernseher im Zimmer haben. Und überhaupt einen Fernseher besitzen, der funktioniert. Ich bin also anscheinend dazu verdammt, in Stressphasen Ferien zu planen und danach zu verreisen. Offensichtlich ist das die einzige Lösung, und ich kann nichts dafür. In diesem Sinne: Ciaoooo zäme. Ich fliege morgen ab!

Falsche Hoffnungen

Ich bin ein dankbarer Mensch. Das ist eine gute Eigenschaft, denn meistens geht das mit einer gewissen Grunddankbarkeit einher, die dem Alltag einen positiven Touch verleiht. Ich bin ein das-Glas-ist-halb-voll-Typ. Damit mache ich mir selbst auch gleich das Leben leichter, weil ich oft gutgelaunt aufwache und motiviert in den Tag starte. So fing der heutige morgen ebenfalls an. Ich wachte auf, streckte mich mit einem Lächeln auf dem Gesicht und dachte an den etwas nervigen, aber doch aufheiternden Satz: “Wach auf, die Sonne lacht.” Doch die Sonne lachte nicht. Sie war nirgends zu sehen.

Nichts gegen die Schweiz. Was ich gleich sagen werde, klingt trotzdem verdächtig nach Luxusproblem. Aber echt jetzt: Was habe ich getan, um das zu verdienen? Ich werde vom schlechten Wetter verfolgt. Wenn ich Ferien buche, wird es zu 90 % in genau dieser Woche aus allen Kübeln regnen. Wahrscheinlich ist es sogar so, dass das schlechte Wetter an genau dem Tag beginnt, an dem ich anreise, und an meinem Abreisetag geht es dann bergauf, jedenfalls sonnentechnisch. Ich bilde mir diesen Fluch auch nicht ein, es ist empirisch belegt. Letzten Sommer zum Beispiel. Wisst ihr noch, diesen Rekordsommer in der Schweiz? Ja, genau der. Ich war in Mexiko, wo ich mit einer Lederjacke – die ich natürlich dort kaufen musste, weil ich mit heissen Sommertagen gerechnet hatte – durch die Gegend stampfte und mich vor den Unwettern, die mich fast jeden Tag heimsuchten, zu schützen versuchte. Es waren tolle Ferien, aber als ich die Bilder aus der Schweiz sah, konnte ich es kaum glauben. Den Sommer vorher verbrachte ich nämlich zu Hause. ihr wisst schon, der Sommer, wo es dauernd graue Wolken mit Blitzen auf der Wetter-App zu sehen gab. Und nun ist der Fluch wieder eingetreten. Ich hatte Prüfungen an der Uni und musste dann innert kürzester Zeit eine ziemlich umfangreiche Seminararbeit auf Französisch verfassen. Während andere am Sonntag in die Badi gingen, gab ich auf Pons Wörter wie “Resolutivbedingung” ein. Die Tortur hatte heute ein Ende. Keine lachende Sonne, kein blauer Himmel, sondern Gewittermeldungen. Wo ist der Sommer geblieben, wenn ich ihn einmal brauche? Und bin ich die Einzige, die vom Wettergott so gehasst wird? Er sollte definitiv eine Runde chillen. Genau das, was man eigentlich auch wunderbar bei Regenwetter zu Hause machen kann.