5 schnelle Beauty-Tipps in einer Minute

Darf ich vorstellen: Die Helfer, die sich innert Sekunden zu Rettern in der Not hocharbeiten können. Die Probleme: Alter Nagellack, bröslige Mascara, zause Haare oder eine schlaff herunterhängende Mähne sowie Lipgloss, der sich dem Ende zuneigt. Aus meinem persönlichen Arsenal, denn ich kenne diese Probleme nur zu gut.

RIP Nagellack? 

Es passiert über Nacht, oder jedenfalls kommt es mir meistens so vor: Der Lieblingsnagellack ist plötzlich nicht mehr geschmeidig, sondern klebt und ist plötzlich zu dickflüssig. Wegwerfen ist natürlich eine Option, denn das Haltbarkeitsdatum ist ziemlich sicher überschritten. Wenn es aber eine Farbe ist, die ist es nicht mehr gibt, fällt mir die Trennung schwer. In den meisten Fällen dauert die Rettungsaktion nur Sekunden: 2-3 Tropfen Nagellackentferner in das Fläschchen, gründlich schütteln. So gut wie neu.

Brösel-Mascara und (fast) leerer Lipgloss: Zeit zum Baden

Wir schicken unsere Produkte kurz baden, damit sie sich eine Auszeit gönnen können und danach wieder fit sind. Ein warmes Wasserbad nützt bei beiden Wunder. Die bröslige Mascara 2-3 Minuten in ein warmes Wasserbad einlegen, die letzten 30 Sekunden den Lipgloss dazulegen. Die bröslige Mascara wird danach wieder geschmeidig, beim Lipgloss wird der letzt Rest wieder flüssig und lässt sich mit dem Applikator erreichen.

Zauses, stumpfes Haar adieu – Volumen salut 

Jetzt, wo es wieder kälter wird (buhu), werden meine Haare oft stumpfer und trockener. Kaum ist der Pulli angezogen, fängt es dann mit den fliegenden, statischen Haaren an. Wer nicht eine Haarcreme griffbereit hat oder unterwegs ist, kann das Problem mit einer (nicht allzu fettigen) Handcreme beseitigen: Einfach ein bisschen in den Handflächen verreiben und auftragen. Andererseits gibt es diese Tage, an denen meine Mähne zickig ist und nur noch schlaff herunterhängt. Schneller Tipp: Zopf flechten, mit dem Glätteisen 4-5 Mal drüber fahren und öffnen – schon sind die Haare leicht gewellt und haben mehr Bewegung.

8 Typen, die richtige Abturner sind

Normalerweise versuche ich ja, über etwas mehr oder weniger Positives zu schreiben – oder wenigstens einem leicht deprimierenden Thema am Ende einen Aufschwung zu verleihen, mit einer positiven Note. Positive thinking ist zwar schön und gut, aber es gibt auch gewisse Dinge, die gar nicht gehen. Da mein Freundeskreis inzwischen erstaunlich single ist, während viele von uns jahrelang vorher in Beziehungen waren, gibt es immer wieder das Thema “No-Go’s bei Männern”. Alles natürlich individuell, alles bei Frauen ebenfalls vorhanden (Gleichberechtigung), aber trotzdem erwähnenswert. Vor allem auch, weil ich mit 27 inzwischen weiss, was für mich zu einer Sackgasse führt, an deren Ende ich schreiend die Flucht ergreife.

1. Der Un- oder Eingebildete: Es ist ein schmaler Grat zwischen denen, die ignorant sind und solchen, die meinen, sie wüssten alles. Beides geht gar nicht. Einer der grössten Abturner ist es, wenn ein Mann sagt, er interessiere sich nicht für das Weltgeschehen. Wir alle leben auf diesem Planeten und einige von uns haben eben das Glück, in einem Land geboren zu werden, wo der Lebensstandard hoch ist. Was andernorts passiert mag vielleicht deprimierend sein, aber hey, willkommen in der Realität. Damit einhergehend ist oft auch Rassismus und Engstirnigkeit. Am anderen Ende des Spektrums gibt es dann die, welche meinen, sie müssten dich über alles belehren und du seist ein verlorenes Rehkitz, welches nur darauf wartet, gerettet zu werden. Nein, danke.

2. Der Anti-Zuhörer: Zuhören ist eine Gabe und seltener, als man meint. Ich treffe immer wieder Männer, die zwar stundenlang über sich selbst reden können, aber es keine 5 Minuten schaffen, mich nicht zu unterbrechen. Vielleicht liege ich falsch, aber ich würde nicht behaupten, dass alle meine Gesprächsthemen wahnsinnig langweilig sind. Wenn ich dir 40 Minuten zuhöre, wie du mir jedes kleine Detail von deiner Fitnessroutine/den nervigen Angewohnheiten deines Chefs/deiner unglaublich eindrucksvollen Karriere erzählst, könntest du mir wenigstens die Chance geben, etwas zu deiner Story zu sagen. Das wäre dann der Moment, wo ich plötzlich ganz dringend auf den Zug muss.

3. Die Ex. Hier scheiden sich möglicherweise die Geister, aber für mich ist es ziemlich klar: Am ersten Date interessiert mich deine Ex keinen Deut. Ich kenne dich nicht einmal und die Chance, das ich jemals sie kennen lernen muss, evaporiert sowieso, wenn du sie zu oft oder zu lange erwähnst, also wieso in aller Welt sollte ich mir das antun? Natürlich, vergangene Beziehungen prägen einen. Aber ich weiss nicht einmal, ob ich dich mag – echt zu früh, sorry. Ich kann auch nichts dafür, dass ich zum gleichen Geschlecht wie sie gehöre.

4. Der Ernste: Ein Treffen ohne Lacher heisst entweder, man hat nicht den gleichen Humor, oder die andere Person hat irgendwie die Vorstellung, dass reife Menschen nicht lachen dürfen. Ich bin da etwas anderer Meinung. Das heisst nicht, dass man sich vor Grölen auf dem Boden wälzen muss, aber ein Gespräch, das in der Stimmung einer Beerdigung gleichkommt, ist einfach ein bisschen weniger mitreissend. Wenn ich mich danach hätte deprimiert fühlen wollen, wäre ich zu Hause geblieben und hätte mir einen traurigen Film reingezogen, wo der Hund stirbt. Ich weine jedes Mal.

5. Der Fitnessfreak: Versteht mich nicht falsch – ich bin ein Fan von “Healthy Lifestyle”, aber ich bin auch ein Fan von Pizza. Es gibt vielleicht diese Übermenschen, die nie Lust auf eine Sünde haben, aber ich mache zum Teil auch Sport, damit ich mir genau diese Sünden gönnen kann. Und meistens habe ich dabei auch echt kein schlechtes Gewissen. Ich fühle mich aber richtig seltsam, wenn ich in einem Restaurant sitze und der Gegenüber mir erzählt, wie schrecklich Salatsauce ist und das Kohlenhydrate die Teufelswesen der Essenswelt sind, während ich auf meine Spaghetti und ein Glas Rotwein warte. Alkohol, pfui! Pasta, oh Schreck!  Jeder soll sein Ding machen, aber lass mich essen, okay?

6. Der Englisch-Fan: Meine Muttersprache ist Englisch und ich liebe die Sprache. Wenn ich aber Deutsch spreche, dann spreche ich Deutsch, abgesehen von den gängigen “cool”s und “nice”s. Es liegt also nicht am mangelnden Verständnis wenn ich sage, dass ich es irgendwie irritierend finde, wenn die andere Person, die perfekt Schweizerdeutsch kann, plötzlich irgendwelche Halbsätze auf Englisch bringt. Eine Story mit “You wouldn’t believe” einzuleiten oder mit einem “It was amazing” abzurunden geht ja noch so, aber dauernd irgendwelche Wörter mit englischen zu ersetzen klingt seltsam, auch wenn diese 3 Monate in London für dich the best time EVER, you know waren.

7. Der Gamer: Jeder soll seine Freizeit so gestalten, wie es ihm beliebt. Es gibt einige die es auch komplett unnötig finden, ein Buch zu lesen, und das ist ihr gutes Recht. Aber aus dem gleichen Grund muss ich einfach sagen: Wenn mir ein Typ sagt, er habe das ganze Wochenende Videospiele gezockt, rutscht mein Herz in meine enge Jeans (die übrigens ziemlich unbequem ist, aber eben, Date und so). Das ist für mich ein Synonym von Nichtstun, vor allem, wenn du irgendwelche Autos dabei in die Luft gejagt hast oder dich als Riesenheld fühlst, weil du kleine, animierte Menschen erschossen hast. Ein Game-Marathon ist für mich etwa so antörnend wie ein ganzes Wochenende ohne die Zähne zu putzen.

8. Der Übertreiber: Verwandt mit dem Ich-muss-dich-mit-jeder-Story-Übertreffer. Das ist die Spezies, die wahnwitzige Geschichten mit theatralischen Gesten von sich gibt, die mehrheitlich einfach nicht glaubwürdig sind.  Ist es wahr, dass sein Chef ihm nach gefühlten 3 Stunden Arbeit bereits versprochen hat, er könne bei seiner Pensionierung seine Stelle übernehmen? Wahrscheinlich nicht. Hat er wirklich in Mexiko eine Verfolgungsjagd mit Druglords gehabt? Sicherlich nicht. Sie wollen dich vielleicht beeindrucken, aber Ehrlichkeit und Bodenständigkeit sind viel attraktiver als solche, die aus einem Actionfilm stammen.

Bitte versteht mich hier nicht falsch. Ich mache und sage sicher auch Dinge, die für andere Abturner sind. Und die wenigsten sind so eindimensional, das sie in eine dieser Kategorien gehören und keine anderen guten Qualitäten haben. Aber es gibt Tendenzen, die einen ziemlich schnell merken lassen, das es einfach nicht passt, sei es freundschaftlich oder sonst irgendwie. Sagt mir doch, ob ich eine Kategorie vergessen habe oder was bei euch gar nicht geht!

Late Night Musings: Hoffnungen und Realität.

Wer eine lebhafte Fantasie hat, kennt das wahrscheinlich: Diese Augenblicke um 3 Uhr morgens, wo die Gedanken sich hinterher jagen, jauchzend und sich überschlagend. Von innerer Ruhe keine Spur, sondern eher ein Wettlauf zwischen verschiedenen Erinnerungen, vermischt mit Hoffnungen und Zukunftsfantasien. Grundsätzlich würde ich mich als realistisch einstufen, aber ab und zu treffe ich diesen einen Menschen oder setze mir dieses eine Ziel, und meine Fantasie tritt alle vorsichtig errichteten Barrieren nieder. Ich gehe jedes mögliche Szenario im Kopf durch, ändere hie und da ein Detail, träume dabei andere, subtrahiere und addiere – bis schliesslich der Link zur Realität immer mehr schwindet. Es gibt nicht viele Menschen, die mich so sehr beschäftigen, aber wenn mich jemand ausnahmsweise im ersten Moment bereits wirklich berührt, dann erkenne ich mich kaum wieder. Schwierig ist es dabei, diesen oben genannten Anschluss zur Wirklichkeit nicht zu verlieren. Diese Person nicht als Plattform für eigene Hoffnungen und Ideale zu brauchen, sondern nüchtern die Situation einzuschätzen und nicht zu vergessen, dass das Projizieren von in rosaroter Watte getauchten, bauschigen Träumen auf jemand anderes oft wenig mit dem echten Charakter dieser Projektionsfläche zu tun hat. Aber Träumen ist schön, und manchmal ist die Realität noch besser als die Vorstellung, oder? Hier ein kleiner Ausschnitt eines Textes, das ich zum Thema geschrieben habe, um 3:00 unter der Woche. Nicht zu empfehlen, denn das Aufstehen danach war mühsam.

And then, suddenly, I realized it wasn’t supposed to be. Sometimes, if you let a moment slip through your fingers, it will fade away into the distance – lost somewhere in the fog of maybe’s, banned to remain an eternal possibility. Thinking of you was like gazing through a looking glass: Tiny things magnified, the good blown out of proportion, dreams morphing into something surreal, memories glazed over and sugar-topped. Reality and ideals melting together, until one was indistinguishable from the other. The idea of what we could be turned into a fantasy, colors vivid yet blurry. But maybe that’s all it was ever meant to be: a dream. Destined to remain there, in that realm of myths where everything remains possible, yet nothing translates into a living, breathing moment. In the blink of an eye, I started letting it go. Floating into the distance, no longer trying to grasp you.

Freundschaft ohne Plus

Wer mit Sicherheit sagen kann, er glaube an die reel existierende Möglichkeit einer Freundschaft zwischen Mann und Frau, darf jetzt mental die Hand heben, während ich sie neben mir baumeln lasse. Ich meine nicht eine oberflächliche Interessengemeinschaft oder ein kollegiales Verhältnis, wo man sich sogar ungefragt auf den Bürotisch am Arbeitsplatz setzen darf. Ich denke eher an die Freundschaften, in denen man dem anderen fast alles anvertraut, peinliche Stories offen erzählt und der andere als Co-Autor durchdachter Whatsapp-Nachrichten fungiert. Wer ein solches Verhältnis mit einem Nicht-Verwandten vom anderen Geschlecht führt: Glückwunsch, ihr gehört für mich in die Kategorie von fabelhaften Sagas, zusammen mit Einhörnern und Elfen.

Es ist nicht unmöglich. Ich habe schon oft von anderen mitbekommen, das es geht. Oft sind es Kindheitsfreunde oder Freunde von Freunden, die in den eigenen Kreis absorbiert wurden. Aber aus eigener Erfahrung muss ich leider im gleichen Atemzug sagen, dass bei mir die Bilanz weniger positiv ausfällt. Keine meiner Freundschaften mit Männern hat bis jetzt gehalten. Es kam immer dieser eine kritische Moment, in der Eifersucht durchblitzt oder gelallte Gestädnisse ausgesprochen wurden. Lange gab ich der Tatsache, dass ich Bier und Fussball nicht gerade zugeneigt bin, die Schuld. Gemeinsame Interessen sind wichtig in einer Freundschaft, redete ich mir ein. Aber genau so wichtig sind gute Gespräche oder der gleiche Humor – und seit wann ist das geschlechtsspezifisch?

Schliesslich bleibt die Frage: Warum funktionieren dann meine Freundschaften mit dem anderen Geschlecht nicht? Wenn jemand bei mir in der Friendzone gelandet ist, wird er auch in dieser Kategorie bleiben. Anziehung kann zwar im Verlaufe der Zeit entstehen, aber meine mentale Schublatisierung ist oft endgültig. Mit den wenigen männlichen Freunden, die ich habe, habe ich eine tolle zwischenmenschliche, absolut platonische Beziehung. Wir geben uns Ghettofäuste und essen zusammen komplett unsexy Döner, während wir den anderen wegen seinen fehlenden Essenseleganz auslachen. Trotzdem schlummert in mir ab und zu die Angst, dass ein solcher Augenblick aufkommen kann, wo sich alles ändert. Eine Freundin, die mich nicht akzeptiert. Ein Glas Wein zu viel und eine dumme Idee, wie so oft in der Vergangenheit. Und dann dieser unangenehme Moment, in dem man lachend den Kopf abdreht, damit sich die Lippen nicht berühren können, gefolgt von Nachrichten, die danach einfach ein bisschen anders sind. Aber hey, mit Angst leben ist sinnlos. Es gibt immer diese eine Ausnahme.

Und plötzlich ist alles anders.

Und plötzlich ist wirklich alles anders. Normalerweise schreibe ich nicht über allzu persönliche Dinge, aber das “von der Seele schreiben” hat etwas. Teilen ebenfalls, denn damit kommt die Gewissheit, dass man damit nicht alleine ist. Jemanden zu verlieren ist schwierig. Es hinterlässt eine klaffende Leere, auch wenn der Kopf rational sagt, es sei besser so. Vor allem, wenn die Person lange litt.

Ich habe in meinem Blog jahrelang über meine Grossmutter geschrieben. Meine Oma, die sich selbst “feisty old braud” (frei übersetzt, eine lebhafte, alte, unabhängige Frau). In vielen Dingen war sie mein Vorbild: Eine aus der frühen Frauengeneration, die an der Uni studiert und sich hochgearbeitet hat. Sie lernte meinen Grossvater kennen, als er sie auf der Strasse verwechselte und er sie dann fragte: “Who the hell are you?” Sie antwortete natürlich schlagfertig, wie immer. Sie war hochintelligent, liebte es zu lesen und über Politik zu diskutieren und hatte ein Faible für das Sammeln von alten Glätteisen. Bis heute macht es mir nicht wirklich etwas aus, zu bügeln. Sie sang mir als Kind Lieder vor, mit einer sanften Stimme. Sie schickte mir Kisten voller englischer Bücher, damit ich meine Muttersprache nicht nur spreche, sondern auch lese. Bis 95 fuhr sie noch Auto, auch wenn ich manchmal Stossgebete zum Himmel schicken musste, dass ich noch zu jung sei, um zu sterben.

Doch dann fing die typische Geschichte an: Ein Sturz, Umzug ins Altersheim, wo sie Gespräche mit Gleichgesinnten vermisste. Dann ging es mit dem Augenlicht bergab, sie konnte nicht mehr lesen. Plötzlich schien es mir, als ginge so schnell: Schlaganfall, Lungenentzündung, Spital, Atemmaschine. Und dann war sie weg, einfach so. Wenn Kontinente einen von den Liebsten trennen und Verpflichtungen es unmöglich machen, auf den letzten Drücker in ein Flugzeug zu springen, ist es umso schwieriger. Kein richtiger Abschied, nur das Wissen, dass sie jetzt befreit ist. Schwerelos, ohne Schmerz, sehend. Sie sagte immer zu mir, ich solle sie nicht jedes Jahr in die USA besuchen kommen, sondern die Welt bereisen. Ich tat beides. Denn Familie ist kostbar und ich bin dankbar für all die Dinge, die sie mich gelehrt hat. Vor allem bei alten Menschen versuche ich deshalb, dankbar und nicht egoistisch zu sein. Sie hat ihr Leben gelebt. Es ging ihr nicht mehr gut und es ist besser so. Ihr Körper war nur noch die Hülle, die sie nun hinter sich gelassen hat. Aber was bleibt, sind Erinnerungen und das, was Teil von einem selbst geworden ist.