Eine liebevolle Message an Weihnachtshasser

Sie kriechen aus allen Ecken, wenn die Adventszeit naht. Mit zusammengekniffenen Augen starren sie die Menschen an, die glücklich an Weihnachtsmärkten die frierenden Hände mit Glühwein aufwärmen und ihre Weihnachtseinkäufe erledigen. Es sind die Weihnachtshasser, die diese Jahreszeit nicht ausstehen können. Besonders diese Twinkle Lights, die so wahnsinnig geschmackslos sind.

Es sind die Grinches unter uns, die am liebsten den Monat Dezember überspringen und die Läden boykottieren würden, die bereits im November erste Weihnachtsartikel im Sortiment haben. Weihnachten sei ein kommerzielles Fest, erfunden für die Geschäfte, nörgeln sie. Das ist Ansichtssache und teilweise auch nur schwer widerlegbar. Sie haben bis zu einem gewissen Grad sogar recht. Aber das ganze Fest gleich hassen – muss das denn sein?

Anscheinend liegt es auch an Tante Lisa und an ihrem schrecklichen Ehemann Herbert, den handysüchtigen kleinen Cousins oder an der übertrieben traditionellen Grossmutter. An Weihnachten sieht man Familienmitglieder, mit denen man sonst wenig bis nichts zu tun hat. Und weil man sich die Familie halt naturgemäss nicht aussuchen kann, wird das Weihnachtsfest somit zu einem erzwungenen Beisammensein, wo anständige Fragen mit noch anständigeren Antworten konkurrieren und sich alle ein bisschen kollektiv unwohl fühlen. Jedenfalls wird es mir so erzählt, denn ich empfinde das Ganze als eine willkommene Abwechslung. Niemand behauptet, man müsse gleich die ganze Hausfassade zu einem fast erblindenden Fest der Sinne umwandeln und dazu “Last Christmas” auf Repeat laufen lassen, während parallel dazu Guezli im Ofen gebacken werden. Ob man will oder nicht – Weihnachten wird nicht verschwinden, genau so wenig wie Tante Lisa. Geschenke müssen nicht sein, aber Griesgram auch nicht. Vielleicht ist zu dieser Zeit alles ein bisschen anders. Aber nichts, was man mit ein paar Tassen Glühwein nicht überbrücken könnte.

10 Dinge, die du erst ab einem gewissen Alter zu schätzen lernst

Hold up. Es ist mir bewusst, dass ich mit 26 noch nicht die Weisheit habe, die ich hoffentlich in 50 Jahren für mich werde beanspruchen können. Jetzt, wo wir diese mögliche Kritik beiseite geschafft haben, können wir uns ja auf das Wesentliche konzentrieren: Auf Wertschätzung. Es gibt gewisse Dinge, die ich früher entweder gar nicht wahrgenommen oder schlicht mit einem Achselzucken akzeptiert habe. Ich bin zwar mit 20 ausgezogen, aber seit einigen Monaten lebe ich zum ersten Mal alleine, ici à Genève. Und ich muss echt sagen, mein Wertschätzungs-Barometer steigt stetig an.

1. Gekochtes Essen: Rohes Essen muss regelmässig verarbeitet werden, um essbar zu sein. Nicht, dass ich niemals gekocht hätte. Aber tägliches Kochen kann schon ein bisschen mühsam (und teuer) sein. Ich vermisse es, einfach an den Tisch sitzen und etwas Leckeres in mich hineinschaufeln zu können. Ausserdem merke ich, dass eine Geschirrspülmaschine ein Luxusgerät ist. Ein Luxusgerät, welches ich leider nicht besitze.

2. Utensilien: Wenn wir schon beim Thema Nicht-Verhungern sind, gibt es da einige Dinge, die das Leben wirklich einfacher machen. Egal wie viele Verschwörungstheorien sich um sie ranken: Ich liebe meine Mikrowelle. Und ich habe mir sogar eine Knoblauchpresse gekauft, weil sie wirklich gefehlt hat. Was ist mit mir nur passiert.

3. Auswärts essen: Ich habe es als Kind gehasst, auswärts essen zu gehen. Es war mühsam und langweilig, deswegen suchte ich nach fantasievollen Ausreden, um nicht mitgehen zu müssen. Inzwischen bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich meine Eltern praktisch anflehe, mit mir in ein Restaurant zu gehen. Feed me, bitte.

4. Alleine leiden ist doof: Wenn ich einsam und alleine in meinem Bett vor mich hin huste und Kleenex tatkräftig unterstütze, vermisse ich meine Mama. Niemand hat so Mitleid mit dir wie deine Mutter, die dir hausgemachte Mittel einflösst und dich pflegt. Freunde sind zwar auch toll, aber sie wollen eigentlich gesund bleiben. Wo ist nur die Solidarität.

5. Geld: Kurz und bündig. Es war mir schon immer bewusst, das Geld nicht auf Bäumen wächst. Aber wie schnell Geld verpufft und für wie viele unfreiwillige Zwänge man es ausgeben muss, das wird einem erst später bewusst. Stromrechnungen zum Beispiel sind echt fies.

6. Vielseitige Freunde: Interessengemeinschaften sind nicht mehr mein Ding. Partyfreunde, Eins-Trinken-Gehen-Freunde, Sportfreunde, Unifreunde, etc. – alles Kategorien, die in Ordnung sind, aber meine Freunde sollen gefälligst in mehr als eine Schublade passen. Denn wer nicht mehr endlos Zeit hat, der muss sie auch sinnvoll einsetzen. Tolle Gespräche, Spass und gemeinsame Interessen sollen bitte Hand und Hand gehen.

7. Rabatte: Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so ein Heftli-Durchblätterer werden würde. Dieses Durchblättern hat natürlich auch einen Sinn. Als Studentin suche ich nach Rabatten. Oh, Weichspüler ist im Angebot, juhui.

8. Google Maps: Ab einem gewissen Punkt wirst du nicht mehr von deinen Eltern überall hin begleitet oder von deinem Freund/deiner Freundin loyal abgeholt. Ausserdem wirst du neue Örtlichkeiten erkunden müssen, die du nicht schon kennst. Deswegen an dieser Stelle eine inbrünstige Liebeserklärung an Google Maps: Ich wüsste nicht, was ich ohne dich machen würde. In der Dunkelheit der Nacht; in einem einsamen Ecken der Erde, hilfst du mir, wieder den Weg nach Hause zu finden. Ausser ich habe keinen Akku mehr.

9. Ehrliches Feedback: Das mag von Mensch zu Mensch variieren, aber in der Alterskategorie konnte ich Kritik nur schwer wegstecken. Es kam mir dann wie ein persönlicher Angriff vor. Inzwischen schätze ich ehrliches Feedback, sei es für meine Arbeit oder für mein Verhalten. Denn nur das bringt einen wirklich weiter und erlaubt einen echten Blick in den Spiegel (den man leider selbst putzen muss).

10. Power-Naps und frühes Zubettgehen: Quengeln wegen einem Mittagsschlaf? Niemals. Power-Naps muss mir niemand mehr aufzwingen, ich mache es freiwillig, wenn ich denn nur Zeit dafür habe. Ausserdem ist es richtig wohltuend, manchmal um 20:30 ins Bett zu gehen. 20:30 fühlte sich mit 15 an wie 14:30. Jetzt will ich zu dieser Zeit ab und zu einfach nur noch schlafen.

 

Das Interesse am Desinteresse

Einige Einsichten sind zwar schön und gut, nur bringen sie nur bedingt etwas. Ich hätte da ein ziemlich grosses Arsenal, aber davon sticht eine Tatsache (ja, ich wage sogar zu behaupten, es sei eine Tatsache) besonders heraus: Das Interesse am Desinteresse. Immer wieder bewahrheitet sich diese These. Und wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich selbst nicht ganz unschuldig daran. Damn, Selbsteinsicht tut weh.

Der Ablauf ist meistens in etwa so: Männlein trifft Weiblein, eine Person davon meldet sich regelmässig, fast ein bisschen zu oft. Vielleicht sitzt man in einem gemütlichen Kaffee zusammen, hat es gut – aber auch wieder nicht so gut – und geht dann wieder nach Hause, wo alles emotional mehr oder weniger beim Gleichen bleibt. Wieder kurz darauf eine SMS, man antwortet so halb aus Anstand, so halb weil man die Person ja schon ziemlich nett findet. Und dann plötzlich ebbt der Kontakt ab. Plötzlich steht ein grosses Fragezeichen im Raum. Wieso denn das? Irgendwie habe ich mich doch an die täglichen Nachrichten gewöhnt und es ist nichts Dramatisches passiert? Auf einmal kommt einem die Person viel öfter in den Sinn. Man starrt den Bildschirm an, analysiert die vergangenen Nachricht und sucht nach Hinweisen. Habe ich etwas Falsches gesagt? Habe ich zu desinteressiert gewirkt? Und genau dort ist der springende Punkt: Eigentlich war man das ja auch. Doch weil der Gegenüber auch kein Interesse mehr zu haben scheint, vergisst man das und bildet sich ein, man hätte da eine Wahnsinns-Connection gehabt.

Es nervt. Denn eigentlich weiss man ja, das die Person zwar sicher toll und wunderbar war, aber es ja nicht gefunkt hat. Man war nicht wirklich auf der gleichen Wellenlänge, das Gespräch hatte keinen natürlichen Flow, es war eher ein Frage-Antwort-Spiel. Wie kann es also sein, dass ich all das vergesse und der Typ mir dann im Kopf herumschwirrt, während die vergangenen (bescheidenen) Momente mit Zuckerguss überzogen werden? Eben, das Interesse am Desinteresse. Es wird dadurch irgendwie spannend, unklar. Man hinterfragt sich selber. Wieso findet er (oder sie) mich nicht mehr so gut wie vorher? Dabei war das Ganze von Anfang zeitlich limitiert, weil es nicht sein sollte. Man “verliert” nichts, weil nichts da war. Diese logische Erklärung anderen aufzutischen: No problem. Diese Erklärung auf die eigene Situation anwenden: Easy. Aber die Einsicht spiegelt sich leider dann doch nicht immer im Verhalten. Notiz an mich selbst, mit fetten schwarzen Buchstaben: Chill out, du warst gar nie interessiert!

Genug ist genug. Wann reicht es aber wirklich?

Eigentlich bin ich keine sonderlich geduldige Person. Es gehört zu meinen grössten Schwächen, dass mir manchmal die nötige Distanz zu mir selbst fehlt. Ich nehme mich selbst als Referenzpunkt und erwarte dann von anderen, das sie Dinge gleich handeln wie ich, weil das eben für mich Sinn macht. Wieso nicht einfach sprechen, wenn darüber reden am meisten Klarheit schafft? Wieso nicht einfach die Wahrheit sagen, wenn Lügen eine komplizierte Sache zu einer unlösbaren verwandeln können? Weil eben nicht alle Menschen gleich sind und weil es nicht allen gleich leicht fällt, direkt zu sein. Das ist mir zwar jetzt in diesem Moment klar, aber die Einsicht währt meistens nicht allzu lange.

Trotzdem schleicht sich oft eine vage Erinnerung an diese Gedanken von hinten an und tippt mir auf die Schulter, wenn ich mich gerade halstief in einer solchen Situation befinde. Das sind die Augenblicke, wo ich plötzlich geduldig werde – fast zu geduldig. Denn so schön Unterschiede zwischen Menschen auch sein mögen, manchmal sind sie einfach zu gross. Wenn dadurch die Verbindung gekappt und nur noch statischen Summen übrig bleibt, hätte genug genug sein sollen. Aber wann reicht es wirklich? Zu früh aufzugeben ist eine Angst, die in uns allen wohnt. Niemand will sich später fragen, was denn hätte sein können. Dafür verantwortlich zu sein; für diese Frage, die wohl keine Antwort mehr finden wird, ist noch schlimmer. Gleichzeitig frage ich mich im Nachhinein auch manchmal, wieso ich es nicht früher einsehen wollte, obwohl ich doch eigentlich wusste, dass es nicht passt. So von Mensch zu Mensch, Charakter neben Charakter. Vielleicht waren wir einfach nicht auf der gleichen Wellenlänge und ich tat es als Schüchternheit ab. Jeder hat eine Vergangenheit, die das Verhalten bis zu einem gewissen Grad zu erklären vermag. Aber ab welchem Grad hängt der Haussegen dann zu schief?

Beautytrends im Herbst: Halloween Special Edition Vanilla Pumpkin von The Body Shop

Oktober heisst für alle Insta-Girls Pumpkin Spice Latte. Basic, würden jetzt viele sagen – aber hey, auch wenn ich kein Insta habe, muss ich sagen: Im Herbst mag ich (fast) alles, das irgendwie an Kürbisse oder Halloween erinnert. Als Halbamerikanerin bin ich mit der Tradition aufgewachsen, “Monster Mash” auf dem alten Plattenspieler meiner Eltern abzuspielen und dazu mit der motion-aktivierten Hexe vor unserer Haustüre zu tanzen. Kürbisse schnitzen hiess dann auch folgerichtig Kürbisse essen. Wieso also nicht auch die Körperpflege etwas schaurig-schöner gestalten?

The Body Shop hat Ende September eine neue Special Edition lanciert: Die Vanilla Pumpkin Linie. Sie enthält in der Schweiz drei Produkte: Ein Showergel, eine Körperbutter und eine Handcreme. Die letzten zwei habe ich netterweise zugeschickt bekommen. Der Duft ist eine Kombi aus herbstlichen Gewürzen: Vanille aus Madagaskar und Kürbis sind die Hauptnoten, dazu noch eine Spur Tonkabohne, Haselnuss und Ahornsirup. 100 % vegetarisch, versteht sich.

Bevor ich es vergesse: Jetzt ist es die perfekte Zeit, diese Produkte in den Warenkorb zu legen. Denn im Moment läuft online eine Aktion, wo man alle drei Produkte für 29.95 statt 44.85 bestellen kann (http://www.thebodyshop.ch/de/korper/nach-linien/vanilla-pumpkin-21/vanilla-pumpkin-set.html). Sparfüchse passen farblich ja auch zum Thema, oder.

1. Vanilla Pumpkin Softening Body Butter (24.95 für 200ml)

So sehr ich die Körperpflege von The Body Shop mag, muss ich tendenziell zugeben, dass ich eher selten zu den Body Butter greife. Es kommt auf die Linie an, aber allgemein sind sie mir oft ein bisschen zu schwer und ziehen zu wenig schnell ein. Wenn ich sie brauche, dann eher um hartnäckige Stellen wie Ellbogen oder Füsse zu pflegen. Deswegen bin ich umso mehr überrascht worden, als ich mich dabei ertappt habe, wie ich täglich – und das heisst bei mir viel – zur Body Butter greife. Sie ist nicht nur weniger dickflüssig, sondern auch geschmeidiger als ihre weniger festlichen Schwestern im Dauersortiment. Trotzdem ist das Feuchtigkeitsniveau gleich hoch, das heisst sehr pflegend. Ausserdem finde ich den Duft nicht nur originell, sondern auch mit der Beschreibung deckungsgleich. Der Duft nach Kürbis und Vanille ist unverkennbar, süsslich aber trotzdem nicht überwältigend. Neben meinem Langzeitherzblatt (“British Rose Instant Glow Body Essence”: http://www.thebodyshop.ch/de/british-rose-instant-glow-body-essence.html) hat dieses Produkt mein Herz im Sturm erobert, quasi als intensiver Flirt. Wenigstens in der Körperpflege sollte Abwechslung ja erlaubt sein, würde ich behaupten. Ich werde jedenfalls in den nächsten Body Shop wandern und eine Reserve davon kaufen, da der Winter naht. Must-Have!

2. Vanilla Pumpkin Hand Cream  (9.95 für 30ml)

Was ich nach wie vor an jeder Handcreme von The Body Shop schätze, ist die praktische Grösse. 30ml ist weder zu klein noch zu gross und passt in die Hand- oder Reisetasche. Die Zutaten sind die gleichen, obwohl die Süsse des Dufts hier spürbarer ist. Wer eine intensive Pflege sucht, sollte eher zur Hanf-Linie von The Body Shop neigen: Meine S.O.S. Lösung für Hände, die wirklich leiden. Dieses Produkt ist weniger reichhaltig, dafür zieht sie auch schneller ein und kann bei Bedarf wiederverwendet werden. Nicht jeder hat die Zeit oder die Geduld, nach dem Auftragen 30 Minuten wie ein T-Rex herumzusitzen und nichts anzufassen, weil es ansonsten aus der Hand flutschen würde. Wer also etwas für die tägliche Pflege on the go sucht, wird hier fündig. Aber bitte nicht zu lange warten: Special Editions gibt es nicht 365 Tage im Jahr. Und mit der hübschen Verpackung würde es sich auch als gutes Weihnachts-geschenk anbieten. Sorry, aber ich musste euch daran erinnern.