10 Dinge, die man (erst) beim Zügeln merkt

Huhu, dieser Eintrag hat seinen Ursprungspunkt in der Stadt Genf. Wieso? Weil ich seit einigen Wochen hier lebe, nachdem ich monatelang dachte, dass ich einen Camper mieten müsste, bis ich merkte, wie teuer die Parkgebühren wären. Die Wohnungssuche hier ist mühsam und nicht gerade von Erfolg gekrönt, wenn man nicht gerade ein Diplomatenkind ist. Inzwischen habe ich mich aber in meinem Studio eingerichtet, habe mein zweites Masterstudium angefangen (jaja, die ewigen Studenten) und Menschen aus der ganzen Welt getroffen. Ich bin glücklich, wenn auch noch etwas entwurzelt. Vor allem der ganze Zügelstress steckt mir noch in den Gliedern. Wer schon einmal den Wohnort gewechselt hat, kennt es. Hier also 10 Dinge, die man erst beim Zügeln merkt – und das bitte mit einem Schmunzeln hinnehmen.

1. Freunde haben ist toll. Ohne sie wäre das Zügeln praktisch unmöglich. Papis sind noch toller, da sie sogar etwas von Technik und Zusammenbauen verstehen. Gender-Geprägte Erziehung is a bitch. Ich kann nicht einmal einen Ikea-Karton richtig falten.

2. Das Schweizer Wetter ist nicht so toll. Man legt den Zügeltag auf das Datum, das halt allen passt. Dabei ist der Gedanke an die Wetterprognose wohl in den Hintergrund gerückt. Freitag und Sonntag strahlender Sonnenschein, Samstag Sintflut. Super, wenn man Holzmöbel hat.

3. I need a man (do I?). Eigentlich kann ich mich nicht beklagen, nur wird es mir ziemlich schnell langweilig. Zusätzlich bin ich impulsiv und beende etwas, das mir zu anstrengend ist. Leider kommt diese Realisation vor dem Zügeln. Damn, das wäre schon noch praktisch gewesen. Oder wie Papi es schön formuliert hat: “Hättisch nid bis nachher chönne warte”? Die Antwort ist nein.

4. Ich habe viel zu viel Zeug. Beim Auspacken und Schleppen der vielen Kisten kam ich mir wie ein Messie vor. Ein Kleider-Messie, Schuhe-Messie, Bücher-Messie, Küchenutensilien-Messie. Im Prinzip habe ich von allem zu viel. Und schwer ist es auch noch.

5. Lifte, die beste Erfindung aller Zeiten. Es gibt sie in vielen Formen: Klein und breit, lang und schmal, alles dazwischen. Schlussendlich liebe ich sie alle, denn Treppensteigen mit Gepäck macht nicht so Spass. Wenn die Lifttüren sich öffnen, erklingt engelhafter Gesang in meinem Kopf. Danke, danke.

6. Aua, mein Rücken. Ich hätte schwören können, dass ich mit 20 nie Rückenschmerzen hatte. Jetzt, mit 26, habe ich einen halben Hexenschuss nach dem Sofaschleppen. Das ist die zügeltechnische Version von der Tatsache, dass ich inzwischen bis Donnerstag brauche, um mich vom Wochenende zu erholen.

7. Ode an die Mikrowelle. Hach, es war eine unüberlegte Aussage, den Lift als Ausgeburt der genialsten Erfindungen zu bezeichnen. Mikrowellen! Diese eleganten, nicht so wahnsinnig platzsparenden Kuben des Glücks, die mich vor dem Verhungern retten!

8. Leben ohne Strom ist leid. Ich spreche hier aus Erfahrung. Plötzlich wurde mir der Strom abgestellt, weil ich mich nicht angemeldet hatte. Es war kalt und dunkel. Und das um 20:00.

9. Zeit ist kostbar. Wer es sich gewohnt ist, regelmässig den Wohnort zu wechseln, hat es wohl besser im Griff. Aber irgendwie hatte ich wirklich die Vorstellung, zwei Zügeltage und zwei Autos würden reichen. Herzig und ein bisschen doof, gell?

10. Google Maps, mein BFF. Wer mit einem Orientierungssinn geboren wurde: Bravo. Bei mir dauert es lange, bis ich es schaffe, mich zurechtzufinden. Zum Glück gibt es für Menschen wie mich Google Maps. Dein Freund in der Not, aber nur, wenn du Akku hast.

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