7 Dinge, die ich immer wieder aufschiebe

Aufschieberitis. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das eine anerkannte Erkrankung ist, aber jedenfalls kann ich aus eigener Erfahrung darauf schliessen, dass dieses Phänomen durchaus verbreitet ist. Es gibt Dinge im Leben, die sind einfach unangenehm. Und wenn man denen aus dem Weg gehen kann, plus es irgendwie mit dem Gewissen vereinbaren bzw. schönreden, dann ist die Verlockung gross, genau das auch zu tun. Es können grössere Lebensfragen sein oder auch kleine, banale Sachen. Hier meine Liste von 7 Dingen, die ich entweder immer wieder aufschiebe oder seit Jahren umgehe. Bravo, das ist Mal eine Leistung. Aber Einsicht soll ja der erste Schritt in Richtung Besserung sein. Aber kann man den nicht auch einfach ein bisschen hinauszögern?

1. Frisur-Wechsel: Ich habe seit gefühlten Ewigkeiten Fransen. Ich liebe meine Fransen. Ausser, wenn es Sommer ist oder ich heiss habe, z.B. beim Sport. Dann hasse ich sie inbrünstig und nehme mir vor, 3-4 Monate lang doof auszusehen, bis sie dann auf Kinnhöhe sind. Bis jetzt habe ich es seit einem Monat geschafft. Und jeden Tag sehe ich in den Spiegel und frage mich, ob ich sie nicht einfach wieder schneiden soll. Denn diese Übergangsphase ist echt nicht cool.

2. Abstauben: Hygiene ist wichtig. Regelmässig das WC putzen? Natürlich. Küche blitzblank? Immer. Aber solange ich nicht abstauben muss (wenn in den Ecken kleine Staubparties abgehalten werden), dann tue ich es auch nicht. Immerhin staubsauge ich regelmässig, so schlimm kann es nicht sein. So etwas Unangenehmes.

3. Kleiderschrank der Saison anpassen: Männer haben es da meist einfacher, weil alles, was sie besitzen, sowieso ganzjährlich im Schrank Platz hat. Das ist bei mir leider nicht der Fall. Aber Vom Winter auf den Sommer umdisponieren, alles schön zusammenfalten und fein säuberlich in Kisten verpacken…Meistens tue ich das dann erst im Hochsommer, der ja bekanntlich bei uns nicht sonderlich lange dauert. Und einige Monate später sollte ich bereits wieder umdisponieren. Sind Shorts und ein Crop Top nicht irgendwie auch wintertauglich?

4. Arztbesuche: Ich will nicht verallgemeinern. Es gibt das andere Extrem, wo die Person bei jedem kleinsten Leiden zum Arzt rennt. Aber solange ich nicht sehr leide, wird man mich niemals in einer Arztpraxis zu Gesicht bekommen. Die Wartezimmer sind auch irgendwie unheimlich.

5. Lange Sprachnachrichten beantworten: I love my friends. Ich habe auch viele Freunde, die im Ausland wohnen. Deswegen sind wir nicht immer up to date, wollen aber trotzdem jedes kleinste Detail mit dem anderen teilen. Eigentlich liebe ich das. Und ironischerweise kann ich stundenlang telefonieren. Aber wenn es darum geht, eine Sprachnachricht von 23 Minuten herunterzuladen und zu beantworten – eine ganz andere Geschichte.

6. Abfallsäcke: Wenn ich es ganz genau analysiere, sind die offiziellen und gemeinhin akzeptierten Abfallsäcke gar nicht soooo teuer. Trotzdem reut es mich dann immer, für meinen Abfall Geld auszugeben. Deswegen springe ich lieber mit Gummistiefeln auf dem Sack herum, um noch einen Liter mehr hineindrücken zu können, als zum Kiosk zu gehen und einfach eine neue Rolle zu kaufen. Ich verarme, habt Erbarmen.

7. Awkward: Manchmal muss man Fragen beantworten, die einem irgendwie peinlich oder unangenehm sind. Oder man muss jemandem sagen, dass das Interesse einseitig oder die Begeisterung begrenzt ist. Manchmal bin ich unabsichtlich ein emotionales Trampeltier. Deswegen versuche ich, möglichst lange solchen Situationen aus dem Weg zu gehen. Einfach die Nachricht nicht öffnen und so tun, als hätte ich sie gar nicht erhalten. Sehr erwachsene Reaktion, momol.

Ähnliche Beiträge

Tags: , , , , , , , , , , , ,


Einen Kommentar zu “7 Dinge, die ich immer wieder aufschiebe”

  1. martina sagt:

    liebe natalie

    was hast du denn für Gummistiefel?

    liebe grüsse martina

Einen Kommentar schreiben