8 Dinge, die einfach nur awkward sind.

Ich habe bereits an anderer Stelle darüber geschrieben, aber es gibt etwas in der deutschen Sprache, welches mir wirklich fehlt. Das Nonplusultra, welches bestimmte Ereignisse und Gefühle perfekt beschreibt. Ein einziges Wort, das so viel aussagt. Awkward. Auf Situationen bezogen, bedeutet es gemäss PONS unangenehm, peinlich oder ungünstig. Passt alles irgendwie, denn meistens sind diese Eindrücke ebenfalls vorhanden, gemischt mit einem seltsamen Bauchgefühl. Und doch treffen diese Worte nicht ganz so sehr ins Schwarze. Hier also 10 verschiedene Situationen, die einfach nur awkward sind.

1. Bromance: Dieser Moment, wo du realisierst, das dein Verflossener und dein Jetziger sich kennen oder sich kennengelernt haben und noch nicht wissen, dass sie etwas gemeinsam haben – nämlich dich. Noch eine Prise Angst dazu und wir haben die perfekte Mischung für den perfekten awkward moment.

2. Alleswisser: Die Freundschaften, die von detailreichen Erzählungen leben, die nichts auslassen, sind Gold wert. Wenn die Freundin jemanden datet oder mit jemandem arbeitet, werden alle persönlichen Details wie am Fliessband weitergegeben. Deswegen ist es manchmal seltsam, wenn man die Person dann später zum ersten Mal selbst trifft. Ich weiss zwar alles über dich und deine Macken, aber trotzdem darf man sich nichts davon anmerken lassen und so tun, als wäre die ganze Info neu. Ach nein, wirklich, ihr arbeitet zusammen? …. awkward.

3. Erwischt: Wenn du im Ausland bist und dich hemmungslos mit deinem Begleiter über Dinge unterhältst, weil du glaubst, dass dich niemand versteht – und dann jemand in deiner unmittelbaren Nähe in der gleichen Sprache etwas sagt: Boden, lass mich in dir versinken.

4. Durchblick: Vorhänge sind eine wunderbare Sache. Denn ohne sie sieht man ganz viele Dinge, die man so genau eigentlich gar nicht wissen wollte. Gewisse Nachbarn scheinen zu vergessen, dass Fenster eben durchsichtig sind. Und plötzlich chillt man auf dem Balkon und sieht Dinge, die sich nicht so einfach vergessen lassen. Wieso.

5. Mitgehört: Der Klassiker unter den peinlichen Momenten. Du regst dich gerade über jemanden auf, zum Beispiel über einen Professor oder Mitarbeiter/Mitstudent. Zum Beispiel sagst du, dass sie den Stoff überhaupt nicht rüberbringen, sich 10 Minuten wie eine Stunde anfühlen und die Person einfach dauernd “liirt” (noch so ein Wort, für welches ich keine passende Übersetzung im Hochdeutschen finde). Und dann drehst du dich um und siehst das Gesprächssubjekt. So unglaublich awkward. Und irgendwie auch Karma.

6. Klick und weg: Dieses Szenario lässt sich zwar mit peinlich gut umschreiben, aber erfasst nicht die ganze Dimension des Grauens, welches du verspürst, wenn du einen Screenshot von einem sehr persönlichen Gespräch gemacht hast und an die falsche Person schickst. Am besten noch an die Person, mit der du das Gespräch eigentlich geführt hast. Der einzige Ausweg: Die nicht ganz so überzeugende Aufforderung: Lies noch einmal, was du hier geschrieben hast! Funktioniert in weniger als 10 % der Fälle, übrigens. So etwas von ertappt.

7. Sexy time: Natürlich spreche ich hier ebenfalls nicht aus eigener Erfahrung, ganz klar. Aber wenn du im Bus sitzt, nichtsahnend an einem Nachmittag, und plötzlich ungefragt ein freizügiges Bild bekommst – sehr unangenehm, vor allem wenn du neben einem unschuldigen Grosi sitzt, welche per Zufall gerade auf deinen Bildschirm gestarrt hat. Die Jugend heutzutage ist verdorben und verdammt.

8. Klare Absage: Spass beiseite – das ist etwas, das mir glücklicherweise noch nie passiert ist. Aber als stille Beobachterin ist mir bereits oft aufgefallen, wie unglaublich unangenehm es ist, wenn eine offensichtliche Ausrede aufgedeckt wird. “Ach nein, ich kann heute doch nicht, meine Katze ist krank”, obwohl man nicht einmal eine Katze hat und dann der Person in der Bar begegnen: non, merci.

Das war nur eine kleine Auswahl aus der schier unendlich grossen Palette von Situationen, die awkward sind. Ihr dürft die Auswahl gerne mit eigenen Beispielen ergänzen. Ich freue mich darauf. Denn geteiltes Leid ist halbes Leid, oder?

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