Abschalten

Jeder hat seine eigene Art, abzuschalten. In meiner stressigen Zeit – und in der jetzigen, post-stressigen Zeit – habe ich mich oft gefragt, wann ich endlich mein individuelles Cool-Down-Programm entdecken werde. Inzwischen sind fast 25 Jahre vergangen, und ich liege immer noch Stunden wach und versuche, meine Gedanken zum Schweigen zu bringen, meist erfolglos. Mein Gehirn läuft immer noch auf Hochtouren, während mein Körper sich nur noch erholen will. Da Schlaftabletten offensichtlich keine Lösung sind, habe ich mich also umgehört, wie andere so mit diesem Problem umgehen. Dann habe ich versucht, mir ihre Routine anzueignen, ebenfalls erfolglos. Judihui.

Ein Glas Wein vor dem Schlafen! Genial, wenn man danach auch effektiv schlafen will und nicht einfach nur eine Runde Chillen. Das Problem bei Rotwein ist bei mir jedoch, dass ich am nächsten Tag auch bei einem Glas einen Mini-Hangover habe. Zweitens schlafe ich dann nicht ein, sondern meine Gedanken stolpern dann vor sich hin, parallel zu meinem leichten mentalen Lallen. Homöopathische Mittelchen, super! Wirken vielleicht bei Bäumliumarmern und wohl auch bei mir, wenn der Stressfaktor nicht ganz so hoch wäre. Aber man versucht ja auch nicht einen wildgewordenen Bären mit einem 1mm-Dart zum Schlummern zu bewegen, oder? Eben. Entspannungsmusik, das ist sicherlich die Lösung! Ich kenne die Dame nicht, aber nach 10 Min. fühlte ich mich ihr gegenüber bereits aggressiv, weil sie mit mir sprach, als sei ich dämlich. Und es ist mir leider durchaus bewusst, dass ich nicht auf dem Meer drifte, drifte, drifte…Und wieso muss eigentlich immer alles drei Mal wiederholt werden, als sei es nur dann überhaupt wirksam? Sport, top! Ich fühle mich nach dem Sport zwar kaputt, wenn ich mich richtig auspowere, jedoch komme ich danach garantiert nicht zur Ruhe. Lesen, meine sonstige Beruhigungsübung, nützt auch nicht wirklich viel, wenn Lesen (von Lehrbüchern) gerade der Ursprung allen Übels ist. Dann gibt es noch die Sorte, welche einschlafen, wenn sie TV schauen. Dafür müsste man aber einen Fernseher im Zimmer haben. Und überhaupt einen Fernseher besitzen, der funktioniert. Ich bin also anscheinend dazu verdammt, in Stressphasen Ferien zu planen und danach zu verreisen. Offensichtlich ist das die einzige Lösung, und ich kann nichts dafür. In diesem Sinne: Ciaoooo zäme. Ich fliege morgen ab!

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Einen Kommentar zu “Abschalten”

  1. Wenn du mal nicht in die Ferien gehen kannst, versuchs mit einem Tranquini :)

    Tranquini enthält natürliche Zutaten (Kamille, Zitronenmelisse, Grüntee-Extrakt und Lavendel), die dir beim Abschalten helfen!

    Liebe Grüsse
    Melanie

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