Ferienidee: Escape rooms

Eigentlich mache ich in den Ferien genau das, was alle anderen auch machen: Chillen, Sightseeing, lecker (und natürlich zu viel und IMMER mit Dessert) essen und einfach das Leben geniessen. So sehr ich Sport auch mag- abenteuerliche Aktivitäten waren selten teil meines Ferienplans, abgesehen von meinem Sky Diving, wovon sich meine Grossmutter immer noch nicht richtig erholt hat. Genau deswegen habe ich es nachher gesagt, als mein Überleben schon gesichert war. Jap, Weisheit ist total in unserer Familie vertreten, danke.

Deswegen war ich zuerst stutzig, als meine Reisebegleitung verkündete: “Ich habe eine Überraschung für dich!” Als weibliches Wesen musste ich selbstverständlich gewisse wichtige Fragen stellen. Nach den obligaten Fragen- was, wie, wo und wann (lediglich die letzte Frage wurde mir beantwortet)- kam die Krux an der Sache: “Darf ich anziehen, was ich will?” So banal dies auch klingen mag, die Antwort darauf ist jeweils sehr aufschlussreich. Denn nichts kann den Abend mehr ruinieren als eine weinerliche, klagende Frau, die unpassenderweise Highheels angezogen hat. Die Antwort: “Also, es ist ein Spiel, weisst du…” Aha! “Muss ich mich viel bewegen?”- “Hm, kommt darauf an, ich denke nicht…” Demnach kein Wissensspiel. Mehr Informationen brauchte ich nicht.

Wer jemals in Bukarest war, weiss, wovon ich spreche. Escape Rooms gibt es zwar anscheinend in anderen Städten auch, z.B. London oder Berlin. Aber Bukarest ist die Mutter aller Escape Rooms. Tripadvisor: Erster Platz bei “What to do”. Und ich muss wirklich sagen: Wenn ihr etwas richtig Unterhaltsames in den Ferien erleben wollt, dann geht. 60 Minuten lang wird man in einen Raum gesperrt, der übrigens nicht klaustrophobisch ist. Innerhalb dieser Zeit muss man sich befreien, indem man verschiedene Rätsel, Gedankenspiele und Puzzles löst. Es ist viel schwieriger, als ich es mir gedacht hätte. Morse Code, Mathe, Logik, Technik, Geographie, Geschichte, Gedichte- alles ist vertreten und für jeden ist etwas dabei. Es hat uns so wunderbar gefallen, dass wir sogar das zweite Zimmer in Angriff genommen haben. Das erste haben wir zur Überraschung aller nur zu zweit geschafft, denn meistens sind es Gruppen von 4 oder mehr Personen. Und das zweite Zimmer, naja…Ich will lieber nicht davon reden. Es ging um eine Bombe, die entschärft werden musste. 1, 2 oder 3? Was ist denn das für’n Geschrei? Wir, wenn es echt gewesen wäre. Hach, Kindheitserinnerungen! Bei 1, 2 oder 3 hätten wir es nämlich sowieso geschafft. Aber wer mag schon keine Herausforderungen?

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