Freizeit: Après-Soleil oder Ferien und Sonnenbrände für Anfänger

Ich war schon immer eher das Mädchen, dass Après-Soleil Après-Ski vorzieht. Nicht, dass Winterferien nicht toll und wunderbar wären- im Gegenteil, im Schnee herumzutollen ist unbezahlbar. Allerdings bin ich, wie man gemeinhin so schön sagt, der Prototyp eines Gfröörli. Ich habe immer kalt, oder jedenfalls 99 % der Zeit. Deswegen bin ich eher der sommerliche Ferientyp: Ich fliege der Sonne entgegen, aber immer- und wirklich IMMER- mit Sonnencrème 50 im Gepäck.

Vielleicht liegt es daran, dass es mir schon als Kind eingetrichtert wurde. Bereits als Strandferien-Greenhorn hat mir meine Mam immer gesagt: Braun werden ist schön und gut, aber bitte ohne Umwege, d.h. ohne sich zu verbrennen und ohne einen Hautkrebs-Zwischenstopp. Mittagssonne ist ein No-Go, Schatten in. Öl ist zum Kochen da, und das lässt sich übrigens nicht auf menschliche Bacon-Doubles übertragen, die in der Sonne brutzeln. Alles in allem muss ich heute sagen, dass meine Mam weise ist. Normalerweise verbrenne ich mich nicht. Es ist zwar ein bisschen fies, aber ich muss ehrlich sein- ich lache mich regelmässig schlapp ab den (meist englischen/deutschen) Touristen, die sich fröhlich als wandelnde Tomate in die heisse Sonne legen und stolz ihre Brillenabdrücke im roten Gesicht zur Schau stellen. Die Dummheit erstaunt mich jedes Jahr wieder.

Dieses Jahr musste ich aber selber einstecken. Eine Woche Zypern gönnte ich mir nach meinen bestandenen Bachelor-Prüfungen. Ich befolgte wieder die Tipps meiner weisen Lebensgeberin. Und trotzdem: Nach dem ersten Strandtag war meine Albinohaut zwar gebräunt, aber mein Gesicht war rot. Und ich meine rot. Obwohl ich mich unzählige Male eingecrèmt hatte, glich ich Rudolf. Ihr wisst schon, der mit der roten Nase. Um es kurz und schmerzlos zu machen: Nach einigen Schattentagen getraute ich mich zögerlich wieder in die Sonne. Heute bin ich braungebrannt und relaxt. Aber ich werde nie mehr vergessen, wie idiotisch ich mit dem Sonnenbrand aussah. Das ist wohl ein Karma-Comeback für mein Auslachen. Vielleicht sollte ich wie Rudolf auf Winterferien umsteigen.

 

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