Late Night Musings: Hoffnungen und Realität.

Wer eine lebhafte Fantasie hat, kennt das wahrscheinlich: Diese Augenblicke um 3 Uhr morgens, wo die Gedanken sich hinterher jagen, jauchzend und sich überschlagend. Von innerer Ruhe keine Spur, sondern eher ein Wettlauf zwischen verschiedenen Erinnerungen, vermischt mit Hoffnungen und Zukunftsfantasien. Grundsätzlich würde ich mich als realistisch einstufen, aber ab und zu treffe ich diesen einen Menschen oder setze mir dieses eine Ziel, und meine Fantasie tritt alle vorsichtig errichteten Barrieren nieder. Ich gehe jedes mögliche Szenario im Kopf durch, ändere hie und da ein Detail, träume dabei andere, subtrahiere und addiere – bis schliesslich der Link zur Realität immer mehr schwindet. Es gibt nicht viele Menschen, die mich so sehr beschäftigen, aber wenn mich jemand ausnahmsweise im ersten Moment bereits wirklich berührt, dann erkenne ich mich kaum wieder. Schwierig ist es dabei, diesen oben genannten Anschluss zur Wirklichkeit nicht zu verlieren. Diese Person nicht als Plattform für eigene Hoffnungen und Ideale zu brauchen, sondern nüchtern die Situation einzuschätzen und nicht zu vergessen, dass das Projizieren von in rosaroter Watte getauchten, bauschigen Träumen auf jemand anderes oft wenig mit dem echten Charakter dieser Projektionsfläche zu tun hat. Aber Träumen ist schön, und manchmal ist die Realität noch besser als die Vorstellung, oder? Hier ein kleiner Ausschnitt eines Textes, das ich zum Thema geschrieben habe, um 3:00 unter der Woche. Nicht zu empfehlen, denn das Aufstehen danach war mühsam.

And then, suddenly, I realized it wasn’t supposed to be. Sometimes, if you let a moment slip through your fingers, it will fade away into the distance – lost somewhere in the fog of maybe’s, banned to remain an eternal possibility. Thinking of you was like gazing through a looking glass: Tiny things magnified, the good blown out of proportion, dreams morphing into something surreal, memories glazed over and sugar-topped. Reality and ideals melting together, until one was indistinguishable from the other. The idea of what we could be turned into a fantasy, colors vivid yet blurry. But maybe that’s all it was ever meant to be: a dream. Destined to remain there, in that realm of myths where everything remains possible, yet nothing translates into a living, breathing moment. In the blink of an eye, I started letting it go. Floating into the distance, no longer trying to grasp you.

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