Luxusproblem: Zu viel Zeit

Ich hatte den letzten Monat Stress. Echt Stress. Nicht so ein Pseudostress, der als Schreckgespenst durch den Alltag geistert. Nein, echter, purer, 100 prozentiger Real Life Stress. Und ich kann es kaum glauben, dass er jetzt vorbei sein soll.

Seit ein paar Tagen sind meine Uniprüfungen vorbei. Ich gebe zu, dass ein grosser Teil des Drucks selbstverschuldet war- wer während des Semesters keinen Finger rührt, sollte sich auch nicht wundern, wenn er dann während der Prüfungszeit zu einem freudlosen Eremiten mutiert, der die Welt nur aus Mythen kennt. Allerdings gab es für meine Lern-Abstinenz durchaus Gründe. Trauer ist nicht gerade motivationsfördernd. Aber irgendwann ist dann der Punkt gekommen, wo ich mir sagen musste: Entweder du fängst jetzt an oder du versinkst in dieser dunklen Phase deines Lebens. Prüfungen sind für Studenten halt schon ein Stück Normalität, wenn auch nicht gerade das Sahnestück.

Geht es nur mir so, oder gibt es auch andere, die sich jetzt so fühlen? (Achtung, Beschreibung des Gemütszustandes folgt): Nach über einem Monat, wo jede Minute eigentlich schon verplant war- oder es jedenfalls hätte sein sollen- bin ich jetzt mit all dieser Freizeit überfordert. Ich weiss gar nicht wirklich, was ich damit anfangen soll. Lesen mag ich echt so was von nicht mehr (zu viele Bücher gelesen innert zu kurzer Zeit). Schlafen kann man auch nicht ewigs, vor allem wenn sich der Rhythmus bei 4-5 Stunden pro Nacht eingependelt hat. “Herumchillen” ist zwar schön, aber auch nicht wirklich eine Tätigkeit. Die Energie für etwas Produktives oder gar Kreatives fehlt mir noch. Was also tun, abgesehen von quality time mit meinen Mädels? Hach, was für ein Luxusproblem. Vielleicht sollte ich regelmässiger schreiben. Und vielleicht doch noch ein bisschen schlafen.

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