Natalies Lebensweisheiten: Musik verschiedener Generationen und das Soundmobil

 

 

Habt ihr schon einmal die Platten- oder CD-Sammlung eurer Eltern durchwühlt? Bei meinen Eltern steht eine sagenumwobene Kiste voller alter Platten meiner Mam, von The Supremes bis zu the Jackson Five. Mein Liebling ist mit Abstand die namens “Monster Mash”, ohne die Halloween einfach nicht das Gleiche ist. Obwohl sie einen Plattenspieler haben, bleiben die verstaubten Erinnerungen an eine andere Musik-Ära meistens in der Kiste, jedenfalls glaube ich das. Wer weiss, was meine Eltern jetzt für wilde Parties schmeissen, seit ich aus dem Haus bin.

Eigentlich hatten meine Erzeuger es richtig gut. Ich hatte keine wilde Rockphase in der ich lautstarke Punkmusik hörte und Luftgitarre spielte. Ich war aber auch kein Fan von den Spice Girls oder von Blümchen mit ihrem gewöhnungsbedürftigen Bubblegum-Techno. Was ich aber einräumen muss: Ich war ein Fan von “Ohrewürm” . “Papagei und Mamagei”, “Nüün Elefante”, egal welches Lied- Ich konnte alle auswendig. Hätten wir zu dieser Zeit einen Papagei als Haustier gehabt, hätte dieser wohl ein verkürztes Leben gehabt, auch wenn Mam sehr tierlieb ist. Ich fand es aber toll. Das war noch richtig gute Musik! Ok, das war eine Lüge.

Inzwischen haben wir uns musikalisch etwas angenähert. Ich staunte nicht schlecht, als Mam vor einigen Jahren mit dröhnendem Bass einparkte. Hatte ich mich verhört, oder war das wirklich David Guetta?

Paps andererseits ist der alten Schule treu geblieben. Er hasst wohl nichts mehr als Rap, obwohl ich überzeugt bin, dass er nur genervt ist, weil er nichts versteht (auch wenn es meistens nichts Erwähnenswertes zu verstehen gibt). Er findet Handörgeli nach wie vor geniale Musikinstrumente und keine Ohrvergewaltigungsmaschinen. Alphornblasen? Soooo entspannend! Diese Tatsache disqualifiziert ihn bereits als Juror in meinen Augen. Wäre es nach ihm gegangen, hätte ich Esther geheissen (sorry an alle Esthers, es ist nicht böse gemeint, aber ich fühle mich nicht esther-like) und hätte Jodeln gelernt. Das ist leider keine Lüge.

Als ich gestern mit meiner jetlag-gepeinigten Mam nach Minneapolis fuhr, beschlossen wir Radio zu hören, damit sie nicht einschläft. Nachdem ich mich 40 Minuten lang durch Geplapper und Country Music gekämpft hatte, wollte ich aufgeben. Ich war musikalisch am Ende und traumatisiert. Doch dann glaubte ich, unsere Gehörgänge retten zu können. Hörte ich da wirklich eine gute Melodie? Hoffnungsvoll drehte ich auf. Und dann füllte sich das Auto mit einem 50er-Jahre-Song, der von Chipmunks “gesungen” wurde. Mam sah mir in die Augen. Dann brachen wir in schallendes Gelächter aus. Der beste Radiosender, den wir gefunden hatten, war “Disney Channel Kids”. Aber wieso sollte uns das davon abhalten, den Bass einzuschalten? Soundmobil vor!

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3 Kommentare zu “Natalies Lebensweisheiten: Musik verschiedener Generationen und das Soundmobil”

  1. Ronja sagt:

    Irgendwie erinnert mich das auf eine unheimliche art an MEINE Eltern :D

  2. Anke sagt:

    Die Platten-Sammlung meiner Eltern gehört jetzt mir…und ich habe natürlich sie auch vergrößert! :D

  3. Magdalenna sagt:

    Ich habe auch die Platten-Sammlung meiner Eltern übernommen. Und werde es dann meiner Kinder weiter geben. Es gibt keinen besseren Sound als der der Platten!

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