Real Life: Warum Hotel Mama ein Fünfsterne-Hotel ist

Niemand hat mir gesagt, wie verdammt teuer einkaufen ist, als ich ausgezogen bin. Ich bin nicht Pro-Fluchen, aber ab und zu ist es schlicht unvermeidbar. Natürlich bin ich auch einkaufen gegangen, als ich noch zu Hause gewohnt habe. Aber es gab einfach Sachen, die selbstverständlicherweise immer vorhanden waren- Olivenöl und sämtliche Gewürze zum Beispiel, oder auch Haushaltspapier und Abfallsäcke. Das die auch einmal ausgehen könnten, kommt einem erst in den Sinn, wenn man sie braucht und es nach 18:30 (und nicht Donnerstag) ist. Und wenn man dann einmal panisch wenige Minuten vor Ladenschluss hinein stürzt, dann trifft einen spätestens an der Kasse der Schlag. Wie teuer können eigentlich Abfallsäcke, die per se nur wertloses Zeug enthalten, eigentlich sein? Das ist, bildlich gesprochen, als würde man in ein goldenes WC pinkeln und dann auch noch das Klo danach entsorgen. Ich bin schockiert.

Wenn ich ab und zu am Wochenende zu meinen Eltern gehe, dann atme ich auf. Ich liebe zwar mein WG-Leben, aber bei den Eltern ist einfach alles so geordnet. Es ist schon eingekauft, man wird bekocht- halleluja! – und die Pflichten verringern sich schlagartig um die Hälfte. Ein zweites inneres Halleluja entweicht mir, wenn ich die dreckigen Teller einfach in die Geschirrspülmaschine legen kann. Bei mir ist das alles Handarbeit und ich muss sagen: Das Teil ist magisch. Ich koche zwar gerne, aber es ist aufwendig. Die Unmengen von Zutaten, die man für ein relativ simples Menü braucht! Der Zeitaufwand! Die Tücken des Kochens! Ich bin definitiv erst angehende Profi-Köchin. Aber es gäbe ja jemanden, der mir es beibringen könnte…Aber lieber nach dem Motto “learning by watching” als “learning by doing”. Sorry- auch eine Tochter, die ausgezogen ist, braucht Mal eine Pause.

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