Weisse Weihnachten

White Christmas! Ein Traum, der nicht ganz so in die jetzige Realität passt. Während andere die Feiertage unter Palmen verbringen, bin ich grundsätzlich jemand, der ganz gerne zu dieser Zeit zu Hause bleibt. Einerseits, weil nicht die ganze Fam in das Handgepäck passt, und ohne Familie Weihnachten doch nicht so festlich ist. Zweitens, weil der Weinkeller meines Vaters so viel besser ist als meine Flasche, die ich als Notreserve im Küchenschrank verstaue. Drittens, weil die alle richtig guten Weihnachtsfilme in der Kälte stattfinden. Kevin wäre nicht alleine zu Hause geblieben, wenn er in der tropischen Hitze hätte draussen chillen können, oder? Eben.

Deswegen gehöre ich nicht zu den Grinches, die jedes Jahr wieder Weihnachten als Fest des Konsums verfluchen und sich gezwungen fühlen, lächelnd am Familientisch zu sitzen. Das kommt ganz von alleine, ohne Zwang. Ich liebe Weihnachtsmärkte, auch wenn man viel zu lange für einen Glühwein anstehen muss und dann auch noch riskiert, den Mini-Jeton als Depot zu verlieren. Es ist mir egal, ob ich beim Schlittschuhlaufen kaum vorwärts komme, weil überall kleine Kinder an mir vorbeiflitzen. Es stört mich auch nicht, wenn ich nach den Feiertagen zunehme, weil ich die Waage schlicht und einfach meide. Die eine Sache, über die ich mich aber beschwere, ist aber die Tatsache, dass wir wahrscheinlich wieder einmal eine nasse Weihnacht haben werden, aber keine weisse. WO IST DER SCHNEE? Regenschirme und Xmas vertragen sich nicht. Wie soll ich so bitteschön im Schnee herumtollen und wie ein Kind Schneemänner bauen? Es gehört zum Feiertagsfeeling wie zu viel Essen und das Nachtisch-Koma. Aber eben, besinnlich ist es trotzdem. Dieses leichte Trommeln auf dem Dach, das abends wie eine Gute-Nacht-Geschichte klingt. Alles halb so schlimm. Besinnlichkeit beginnt mit der richtigen Einstellung. In diesem Sinne: Ich wünsche allen wundervolle und erholsame Weihnachten!

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