Wieder zu Hause & Folgegedanken

Es ist seltsam, wie neue Rituale über kürzeste Zeit zu echten Gewohnheiten werden. Zwei Wochen war ich nur auf der Alp, 14 Tage schrieb ich darüber und die neuen Erlebnisse auf eine humurvolle und selbstironische Art zu verarbeiten wurde zum Alltag. Nun bin ich wieder zu Hause, habe in der Zwischenzeit einen kurzen Städtetrip gemacht und sitze jetzt am altgewohnten Platz und tippe in den altbekannten Computer.

Der Alpaufenthalt war eine absolut ungewohnte Erfahrung. Dazu meinte Aldous Huxley:

Erfahrung ist nicht das, was einem zustösst. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, das einem zustösst.

Zurücklehnen und die Dinge passieren lassen ist der einfachste Weg. Sagen: “Es sollte so sein.” Sich selbst überzeugen mit: “Ich hatte darauf keinen Einfluss.” Flüstern: “Ich kann doch nicht immer alles kontrollieren.” Das stimmt vielleicht. Ich glaube es ist eine Illusion zu glauben, dass man das eigene Leben komplett in eigenen Händen hält. Viele nennen es Schicksal. Ich würde es als Würfelspiel des Zufalls und des Glücks bezeichnen. Doch egal wie man es nennt, eines kann ich nach dieser Zeit mit Bestimmtheit behaupten: Ohne die richtige Einstellung geht gar nichts.

Ich machte bei dieser Idee auch mit weil ich mich selbst herausfordern wollte. Panisch vor jedem Ereignis fortzurennen, das ausserhalb der eigenen “comfort zone” ist, darf keine Existenz bestimmen. Ich wollte etwas tun, das keiner von mir erwartete. Etwas, das ich von mir selbst nicht erwartete. Es gehörte nicht zu meinen unerfüllten Kinderwünschen Kühe zu treiben, einen Stall auszumisten oder Käse zu machen. Aber wie soll man sich weiterentwickeln, wenn man sich vor Ungewohntem versteckt? Wie wachsen und sich selbst finden, wenn man immer das Gleiche tut? Deshalb rate ich euch allen etwas zu tun, was ihr nie von euch selbst erwarten würdet. Steht für das Grosi im Zug auf, geht in die Ferien ohne jede Minute im Voraus zu planen oder springt aus einem Flugzeug. Oder geht auf die Alp, so wie ich es getan habe. Verrückt? Ach was. Verrückt ist ein Wort für Angsthasen!

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4 Kommentare zu “Wieder zu Hause & Folgegedanken”

  1. Diana sagt:

    Willkomen zurück. Ich finde alle Erfahrungen sind wichtig…positiv oder negativ…hauptsache man lernt etwas daraus.
    LG Diana

  2. Odette sagt:

    Ich finde die besten Dinge sind die ungeplanten Dinge! Und das sag ich aus Erfahrung! :P Natürlich ist es gut wenn man schon ein wenig im Voraus einige Richtlinien hat, aber meine schönsten Reisen sind total ungeplant gewesen. Jetzt möchte ich mir einen Poster bestellen mit einem Foto aus meiner letzten Reise in Australien…ich habe dort eins der schönsten Sonnenuntergäge gesehen und fotografiert. LG Odette

  3. Adrianna sagt:

    Ich bin auch der Meinung von Odette, dass die schönsten und besten Dinge die ungeplante sind. Der Mensch muss immer alles unter Kontrolle haben, aber manchmal ist es gut auch to go with the flow.
    LG Adrianna

  4. Brooke sagt:

    “Verrückt ist ein Wort für Angsthasen!” Genau. Bin 10%ig deiner Meinung Natalie! :D
    Wir planen zu viel…manchmal ist es gut auch etwas ungeplantes zu erleben.

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